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Pinneberger Bühnen Premiere von „Zwei wie Bonny & Clyde“ – ein verbales Ping-Pong-Spiel

Von Bastian Fröhlig | 21.10.2022, 17:00 Uhr

Die Komödie „Zwei wie Bonny & Clyde“ feiert am Donnerstag, 27. Oktober, Premiere bei den Pinneberger Bühnen. Das Stück stellt Darsteller und Regie vor besondere Herausforderungen.

Heirat in Las Vegas, Rente auf Hawai – und das Geld soll aus einem Bankraub kommen. So stellen sich Manni (Nils Gerhardt) und Chantal (Lena Averhoff) alias Bonny und Clyde ihre Zukunft vor. Dass es nicht so einfach ist, merken die beiden Protagonisten von „Zwei wie Bonny & Clyde“, das die Pinneberger Bühnen ab Donnerstag, 27. Oktober, auf die Bühnen bringen, recht schnell. Die Komödie ist aber auch für die beiden Hauptdarsteller und Regisseurin Britta Förster eine besondere Herausforderung.

„Eigentlich wollten wir ein anderes Stück spielen“, berichtet Förster während der Probe im Geschwister-Scholl-Haus (GSH) in Pinneberg. Die Vorsicht vor Corona und eine Schwangerschaft durchkreuzten die Pläne. Kurzerhand wurde auf „Zwei wie Bonny & Clyde“ umgeschwenkt, denn mit Gerhardt und Averhoff gibt es nur zwei Darsteller. Ungewohnt für Förster.

„Normalerweise führe ich bei den Kinderstücken und Musicals Regie. Da ist deutlich mehr los auf der Bühne.“
Britta Förster
Regie „Zwei wie Bonny & Clyde“

Was ihre Aufgabe leicht macht: „Wenn man mit 25 Leuten probt, muss man mehr sortieren. Das ist hier natürlich anders.“ Dafür sei das Stück vor allem für die Schauspieler eine besondere Herausforderung. „Sie stehen gut 90 Minuten zu zweit auf der Bühne. Das ist sehr anstrengend, weil es viel Text ist“, erläutert Förster. Bei den ersten Proben hat sie Gerhardt und Averhoff „einfach spielen lassen“. „Es ging erst einmal um den Text. Ins Detail sind wir erst später gegangen“, erläutert Förster und ergänzt lachend: „Für mich ist das Stück entspannter, für die Schauspieler anstrengender, weil sie die ganze Zeit präsent sein müssen. Das ist nicht einfach, aber die beiden können es sehr gut.“

Darsteller sind besonders gefordert

Auf der Bühne ist Pause, Zeit bei den Darstellern nachzufragen. „Das Stück ist schwierig, weil man nur zu zweit das Publikum unterhalten muss. Man muss 110 Prozent präsent sein“, sagt Averhoff. Gerhardt pflichtet ihr bei: „Es ist ein verbales Ping-Pong-Spiel. Mit dem Text hat es bei mir einen Augenblick länger gedauert. Das gute ist, dass es zwei deutsche Autoren sind. Bei englischen oder französischen Komödien ist es wegen der Übersetzungen oft schwieriger.“ Das sei bei Averhoff anders gewesen: „Den Text hatte ich recht schnell drauf, weil mir der Text gut gefallen hat. Es hat schon beim Lesen Spaß gemacht.“

Die besondere Rolle der Schuhkartons

Eine besondere Herausforderung ist die Kulisse. Diese besteht aus unzähligen Schuhkartons. „Ich weiß gar nicht, wie viele es sind. Eigentlich müssten wir die mal durchzählen. Nils hat für jede Probe einen Kofferraum aus einem Schuhgeschäft, in dem eines unsrer Mitglieder arbeitet, mitgebracht“, berichtet Förster. Zur Bedeutung der Schuhkartons schweigt sie. Auch Gerhardt ist vorsichtig: „Sie spielen eine zentrale Rolle.“ So bedeutend, dass es eigene Proben gab, um sich auf der Bühne zu orientieren.

Auftritt als Lohn für die Arbeit

Nervt man sich nicht, nach mehreren Wochen zu zweit? „Es ist ein kreatives Hobby und freiwillig“, sagt Averhoff lachend. „Lieb hat man sich immer, aber Punkte gibt es schon. Dabei lasse ich es mal.“ Gerhardt ergänzt: „Man sieht sich oft, hat aber ein klares Ziel. Der Lohn ist am Ende der Auftritt auf der Bühne, auf der wir zusammen stehen und darauf freuen wir uns, auch wenn es mal bei den Proben Differenzen gibt.“

Mehr Informationen:

Die Komödie „Zwei wie Bonny & Clyde“ feiert am Donnerstag, 27. Oktober, Premiere, gezeigt wird das Stück bis Sonntag, 30. Oktober. Der zweite Block findet von Freitag, 4. November, bis Sonntag, 6. November, statt. Die Aufführungen im Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8 in Pinneberg, beginnen jeweils um 19.30 Uhr, sonntags um 15 Uhr. Die zweite Aufführung am Sonnabend entfällt diesmal aufgrund der hohen Anforderungen an die Darsteller. Karten können online auf www.pinneberger-buehnen.de, unter Telefon (04101)29785 oder per E-Mail an tickets@pinneberger-buehnen.de bestellt werden. Sie kosten 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.

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