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Pinneberg Marode Schulen: Der Millionen-Schock

Von shz.de | 29.12.2014, 16:59 Uhr

Pinneberg in der Finanz-Klemme: Kiel muss Investitionen genehmigen.

Pinneberg steckt in der Finanz-Klemme. Und zwar gewaltig. Es ist Anfang Januar, als das Ausmaß des Sanierungsstaus an den Bildungseinrichtungen der hoch verschuldeten Kreisstadt bekannt wird. Geschätzte 34,5 Millionen Euro wird es kosten, die zum Teil maroden Schulen fit für die Zukunft zu machen – ein Schock für die Politik. Und ein Zustand, der landesweit für Schlagzeilen sorgt. Denn: Jahre zuvor hatte der Landesrechnungshof angemahnt, Pinneberg müsse mehr in seine Gebäude investieren, um den Bestand zu sichern.

Woher das benötigte Geld jetzt kommen soll, weiß niemand so recht. Hintergrund: Pinneberg hat sich unter den finanzpolitischen Rettungsschirm des Landes begeben. Kredite müssen von Kiel abgesegnet werden. Bürgermeisterin Urte Steinberg reist mehrmals für Gespräche in die Landeshauptstadt. Mit Erfolg: An der Heuss-Schule und der Grund- und Gemeinschaftsschule wird mittlerweile saniert. Eine 2014 gegründete Eltern-Allianz fordert weiterhin eine konsequente Umsetzung des Sanierungsplans.