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Schenefeld Grüne legen Radkonzept vor

Von tap | 17.06.2019, 16:00 Uhr

Schenefelder Radler sollen auf die Straße / Parken auf öffentlichen Straßen soll eingeschränkt werden / Entscheidung vertagt

Schon lange ein strittiges Thema: Verbesserte Bedingungen für den Radverkehr in Schenefeld. Jetzt geht es mit Vorschlägen voran. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt haben die Grünen ein Radkonzept vorgestellt. Dieses wurde zwar diskutiert, wird in 14 Tagen aber wieder auf der Tagesordnung des Ausschusses stehen. In der Zwischenzeit wird es auf Wunsch in den einzelnen Fraktionen thematisiert.

Relevant sind folgende Punkte, die vom Ausschussvorsitzenden Mathias Schmitz (Grüne) formuliert wurden: Eine Überprüfung der aktuellen Situation habe ergeben, dass die bisherigen straßenbegleitenden Radwege an den Hauptverkehrsstraßen bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr den heutigen Mindeststandards entsprechen. Nirgendwo seien ausreichend breite Radwege vorhanden, auf denen Radler dann zügig fahren könnten, ohne Fußgänger zu gefährden. Eine Verbreiterung der Wege sei aus Platzgründen nicht möglich. Daher werden, nach Vorschlag der Grünen, alle bisherigen Radwege in Schenefeld künftig wegfallen. Einzig die Straßen Altonaer Chaussee und der Osterbrooksweg bilden Ausnahmen. Damit entfalle die Radwegebenutzungspflicht vollständig, ausgenommen der beiden genannten Straßen. Diese sei sowieso schon weitgehend aufgehoben. Die Seitenstreifen der Straßen werden künftig nur noch Gehwege sein, die aber von sehr langsamen Radlern wie beispielsweise Kindern und Senioren benutzt werden dürfen.

Radfahren auf der Fahrbahn ist auf fast allen Straßen der Stadt zulässig. Es wird für schnell und sicher fahrenden Radler auch empfohlen, betonen die Grünen.

Parkende Fahrzeuge auf den öffentlichen Verkehrswegen behindern den Verkehrsfluss für alle Fahrzeuge. Darüber hinaus sei es gefährlich für Radfahrer, die um die Hindernisse herumfahren müssen. Daher fordern die Grünen, das freie Parken auf den öffentlichen Straßen stark einzuschränken. Denn Straßen sind allgemeine Verkehrsflächen und keine privaten Parkplätze, begründet Schmitz die Forderung.

Die Grünen stellen einen Sanierungsbedarf der Straßen fest. Die Arbeiten müssten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zügig abgearbeitet werden. Parallel zu den Hauptverkehrsstraßen sollen Fahrradrouten ausgewiesen werden, um alternative Wege zu befahren, statt der Hauptstraßen. Das Konzept sieht vor, zu diesem Zweck ein Netz aus Fahrradstraßen durch die Tempo 30 Zonen zu führen. Diese Fahrradstraßen sollen das Zusatzschild „Pkw frei“ erhalten, wie unsere Zeitung berichtete. In begründeten Fällen und im Dialog mit den Bewohnern könne auch „Anlieger frei“ festgesetzt werden.