Ein Artikel der Redaktion

Kreis Pinneberg in Kürze Elmshorn: Zeugen sagen in Mordprozess aus ++ Reanimation auf Ellerauer Straße ++ Oster-Reisewelle bleibt aus

Von Felisa Kowalewski | 03.04.2021, 04:30 Uhr

Unfälle, Feuer, Politik, Veranstaltungen, Vereinsleben und Nachrichten im Kreis Pinneberg – hier fasst shz.de zusammen, was am 3. April wichtig ist.

Elmshorn/Itzehoe Im Fall des im Elmshorner Stadtteil Hainholz getöteten Viktor W. haben am dritten Prozesstag vor dem Landgericht Itzehoe Zeugen ausgesagt. Ein Anwohner nahe des Parks, wo das Opfer gefunden wurde, berichtete von Hilfeschreien und Schlägen, die er gehört hätte. Ein Freund des Opfers belastete den tatverdächtigen Angeklagten: den Exfreund der Freundin des Opfers. Die Verhandlung wird am 7. April fortgesetzt.

Quickborn/Ellerau Am Donnerstagabend (1. April) musste ein Autofahrer auf der Ellerauer Straße zwischen Quickborn und Ellerau reanimiert werden. Das teilt die Polizei mit. Nach Informationen der Polizei konnte der Autofahrer noch selbst am Fahrbahnrand auf Höhe der Einmündung Am Mühlenberg anhalten und wurde von Ersthelfern versorgt. Die eintreffenden Rettungskräfte übernahmen die Reanimation, die Polizei lenkte während des Einsatzes den Verkehr. Der Autofahrer kam in ein Hamburger Krankenhaus.

Rellingen Ab Donnerstag (8. März) bis zum 12. Mai wird die Kreuzung Hauptstraße/Tangstedter Chaussee in Rellingen voll gesperrt. Die Gemeinde teilt dazu mit: „Die Sperrung war ursprünglich ab dem 23. März vorgesehen.“ Aufgrund von nicht fachgerecht verlegten Versorgungsleitungen im Untergrund kommt es jetzt insgesamt zu einer dreiwöchigen Verzögerung. Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) teilt mit: „Das tut uns leid. Gerade bei Tiefbaumaßnahmen ergeben sich im Laufe der Projekte häufig weitere Handlungsnotwendigkeiten. Ich erwarte aber jetzt von allen Beteiligten, dass der Fertigstellungstermin eingehalten wird.“ Für die Fußgänger und Radfahrer sowie die Erreichbarkeit der anliegenden Grundstücke und Handelsgeschäfte werde sich nichts ändern.

Pinneberg Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg: Am Donnerstag (1. April) rückten die Brandschützer um 13.14 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in der Immanuel-Kant-Straße aus. Dort brannte es in einer Wohnung  im zweiten Stock – die Bewohner, zwei Erwachsene sowie zwei Kinder – waren nicht zu Hause. Sie trafen im Verlauf des Einsatzes ein und wurden zur Sicherheit rettungsdienstlich betreut. Eine Couch hatte gebrannt, das Feuer konnte aber schnell gelöscht werden. Als die Feuerwehr eintraf, war die Wohnung allerdings komplett verraucht. Die Wohnung wurde gelüftet. Einsatzleiter Kai Halle schätzt aber, dass die Wohnung vorerst unbewohnbar ist. Die Stadtwerke wurden hinzugezogen, um sicherheitshalber den Strom abzustellen. Auch die Polizei war vor Ort und ermittelt zur Brandursache.

Halstenbek Vermisste Seniorin aus Halstenbek ist wieder da: Am Mittwoch (31. März) wurde sie der Polizei als vermisst gemeldet – eine Fahndung blieb erfolglos. Deshalb schaltete die Polizei am Donnerstag (1. April) die Öffentlichkeit ein. Kurz darauf wurde die Vermisste jedoch gefunden: Sie wurde laut der Polizeidirektion Bad Segeberg wohlbehalten in Quickborn angetroffen. „Die Polizei bedankt sich bei allen Hinweisgebern“, teilt die Pressestelle mit.

Wedel/Schleswig-Holstein Der Landesbrandmeister Frank Homrich aus Wedel befürwortet bei den Corona-Impfungen für Feuerwehrleute die Kategorie 3. Aktuell ist die Gruppe 2 an der Reihe – hier zu zählen unter anderem Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Feuerwehrleute gehören der 3. Kategorie an, das heißt mit erhöhter Priorität. Natürlich verschärfe die Knappheit des Impfstoffes das Problem, so Homrich. Wohl erst im Mai wird genug Impfstoff vorhanden sein, um in der Stufe 3 mit den Impfungen beginnen zu können. „Wir sind am planen und wollen die Feuerwehren dann möglichst effizient und en bloc impfen", so der Landesbrandmeister aus Wedel.

Kreis Pinneberg Im Kreis Pinneberg sind seit Beginn der Corona-Pandemie die meisten Infektionen in Schleswig-Holstein registriert worden. Wie die Kreisverwaltung am Karfreitag, 2. April, mitteilte, haben sich bislang 8685 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl ist im Vergleich zu Gründonnerstag um 42 angestiegen. Es wurden 9 Neuinfektionen weniger registriert als am Freitag vor einer Woche. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, die das Infektionsgeschehen regional vergleichbar machen soll, lag damit im Kreis Pinneberg bei 119,56. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kreis Pinneberg/Schleswig-Holstein Ein neues Gutachten für Verbindungen in ganz Schleswig-Holstein schlägt eine Bahnverbindung von Uetersen über Tornesch bis nach Hamburg-Barmbek vor. Und noch eine weitere, seit langem diskutierte Verbindung, spielt in dem Papier eine Rolle: die seit Jahren diskutierte S-Bahn-Linie S4-West von Hamburg nach Elmshorn. Das „Gutachten zur Optimierung des Schienenverkehrs Schleswig-Holstein (Ode S)“ wurde kürzlich dem Wirtschaftsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags präsentiert. Darin wird skizziert, wie der öffentliche Nahverkehr auf der Schiene im Land bis 2035 ausgebaut werden könnte. Das Gutachten sei die Grundlage für die politischen Entscheidungen, die nun getroffenen werden müssen und in den neuen Landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) einfließen, so eine Ministeriumssprecherin aus Kiel. „Das heißt, jetzt wird politisch entschieden, wie der Nahverkehr weiterentwickelt wird und welche Strecken profitieren. Zur möglichen Verlängerung der S4 gibt es seitens der Stadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein zum jetzigen Stand keine konkreten Umsetzungspläne. Auch gibt es keinen konkret kommunizierten Umsetzungszeitpunkt“, heißt es wörtlich aus Hamburg und Kiel.

Kreis Pinneberg Das Gesundheitsamt im Kreis Pinneberg war schon vor der Corona-Pandemie personell unterbesetzt und konnte viele seiner Aufgaben nur noch in begrenztem Umfang erfüllen. Doch seit der Krise arbeitet es – trotz personeller Unterstützung durch fachfremde Kreismitarbeiter und Bundeswehrsoldaten. Die Gesundheitsamtsleiterin Angelika Roschning hat jetzt im Zuge der Beratungen für den Nachtragshalt 20 neue Mitarbeiter angefordert hat. Finanziert werden können diese komplett über das Paket für den öffentlichen Gesundheitsdienst, den der Bund neu aufgelegt hat. Insgesamt stehen Mittel von 4 Milliarden Euro bis 2026 zur Verfügung. Für den Kreis Pinneberg bedeutet das zwischen 650.000 Euro und 2,5 Millionen Euro jährlich, gestaffelt in den Jahren 2021 bis 2026. Entsprechend hat der Sozialausschuss des Kreises Pinneberg der Verwaltungsvorlage zugestimmt.

Hamburg/Kiel Die wegen der Corona-Pandemie mit großer Sorge erwartete Reisewelle an die Küsten und auf die Inseln Schleswig-Holsteins ist vorerst ausgeblieben. Am Karfreitag meldeten sowohl die Polizei als auch die Deutsche Bahn kein größeres Verkehrsaufkommen in Richtung Ost- und Nordsee. „Da spielt uns wohl auch das Wetter in die Karten“, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts erreichen die Temperaturen über die Osterfeiertage beispielsweise auf Sylt maximal zehn Grad bei teils stark böigem Wind. Ein Bahnsprecher sagte, im Vergleich zu Zeiten vor der Corona-Pandemie sei das Verkehrsaufkommen im Norden deutlich geringer. Etwa am Sylt-Shuttle gebe es keinerlei Wartezeiten. Bundesweit gehe die Bahn über die Ostertage von einer Auslastung von 25 bis 30 Prozent aus.

Hamburg Kurz vor Beginn der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hamburg sind am Gründonnerstag (1. April) etwa 200 Frauen und Männer aus Protest gegen die Corona-Auflagen durch die Stadtteile St. Pauli und Altona gezogen – und schließlich von der Polizei zerstreut worden. Wie ein Sprecher der Polizei am Karfreitag (2. April) sagte, war am Donnerstagabend zwar eine Kundgebung mit 50 Teilnehmenden auf St. Pauli angemeldet und zugelassen worden. Im Laufe des Abends hätten sich aber bis zu 250 überwiegend junge Menschen am Demonstrationsort versammelt. Etwa 200 von ihnen schlossen sich später dem nicht erlaubten Marsch an. Für Freitagabend war eine weitere Demonstration angekündigt.

Der A. Beig-Verlag fasst an dieser Stelle jeden Morgen die wichtigsten Meldungen seiner sieben Tageszeitungen im Kreis Pinneberg zusammaen. Jeden Morgen erfahren Sie hier in Kürze, worüber gesprochen wird.  Pinneberger Tageblatt ,  Quickborner Tageblatt ,  Schenefelder Tageblatt ,  Wedel-Schulauer Tageblatt ,  Barmstedter Zeitung ,  Uetersener Nachrichten  und  Elmshorner Nachrichten  erscheinen mit Hintergründen montags bis samstags. Zusätzlich erscheinen die kostenlosen Wochenzeitungen  tip – Tageblatt am Wochenende ,  UeNa-tip  sowie der  Der Mittwoch .