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Tornesch Andy Warhols Leben auf plattdeutsch

Von oca | 17.01.2013, 01:14 Uhr

"Ich möchte eine Maschine sein", das hat Andy Warhol (1928 - 1987) immer wieder verkündet - und als menschliche Maschine hat er sich selbst inszeniert.

Auch seine Bilder wirken, als seien sie maschinell am Fließband produziert - Suppendosen, Stars in künstlicher Glamourpose, Waschmittel pakete.

Die Kunstkritik hat ihn als gefühllosen Zyniker abgestempelt, doch Warhol war ein sensibler Künstler, der ein untrügliches Gespür für gesellschaftliche Trends besaß und zum Chronisten des modernen Lebens geworden ist. Sein Werk führt uns die Gewalttätigkeit der amerikanischen Gesellschaft genauso vor Augen wie die Leere und Anonymität der Konsumwelt und die verzweifelten Versuche, ihr einen Inhalt zu geben.

In einem besonderen Vortrag auf plattdeutsch widmet sich Thomas Carstensen dem Künstler und seinen Werken. Hierzu lädt die Kulturgemeinschaft Tornesch am Montag, 21. Januar, ab 19.30 Uhr ins Heimathaus (Riedweg 3) ein. Der Eintritt beträgt fünf Euro.