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Zwölf Prozent Leerstand – Peterstraße besonders betroffen

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das größte Problem bei den leerstehenden Immobilien ist die mangelhafte Ausstattung und „der nicht marktfähige Zustand“. Das sagte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt im jüngsten Hauptausschuss. Das grundsätzliche Interesse für Eutin als Standort sei da, sie führe Gespräche, aber letztlich scheitere es bisher an den Immobilien oder den utopischen Mietpreisvorstellungen.

Sorgenkind ist und bleibt beim Leerstand (zwölf Prozent) in der Innenstadt die Peterstraße: Die leeren Ladenflächen in Nummer 7-9 sind erstmals nicht mehr in der Insolvenz, wertete Stein-Schmidt als kleinen Erfolg. Erste Gespräche mit dem neuen Vermarkter der Immobilie habe es erst in dieser Woche gegeben, die Überlegungen gingen dahin, dass die Flächen zusammengeführt werden sollen. Auch sei Bereitschaft signalisiert worden, eine höhere fünfstellige Summe investieren zu wollen. „Die ganzen Fliesen müssen raus, die Elektrik neu,“ sagte Stein-Schmidt nach einer Besichtigung. Laut Einzelhandelskonzept wäre junge Mode, Haushalts- oder kleine Elektrowaren sinnvoll, so die Stadtmanagerin.

Beim Dauerproblem am Anfang der Peterstraße (neben Allwörden) werde zur LGS über Folien oder eine andere Gestaltung nachgedacht. Voraussetzung dafür sei aber eine Zustimmung des Insolvenzverwalters in Frankfurt, so Stein-Schmidt.

Neben dem Zustand der Immobilien sei der demografische Wandel ein Problem – auf Seiten der Kunden und Kaufleute. Stein-Schmidt: „Die meisten kümmern sich zu spät um die Nachfolge. Wer darüber nachdenkt, aufzuhören, muss mindestens fünf Jahre vorher anfangen. Wir beraten dazu gern.“ Außerdem sei die Konkurrenz im Netz groß, um so wichtiger sei eine gutgemachte Online-Präsenz. Für das Jahr nach der LGS kann sich die Stadtmanagerin einen Besucherführer mit einer passenden App gut vorstellen. „Es muss finanzierbar sein, und man muss einen Verlag dafür finden. Denkbar ist vieles.“

Der jüngste Leerstand ist in der Straße Am Rosengarten zu sehen: „Wo Armbruster drin war, sollen wieder Einzelhandel und Wohnungen rein.“ Derzeit stocke es, weil bei dem Gebäude Denkmalschutz beachtet werden müsse. Bei dem benachbarten ehemalige Modegeschäft soll der Einzug eines Sportgeschäfts bevorstehen.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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