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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 13:11 Uhr

Zwischen Lernen und Entspannung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Voß-Schüler gehen auf Spanienaustausch und Studienfahrt nach Italien / Impressionen von den Fahrten

Der Unterricht wurde zum Lokaltermin: Die Klasse Q3 der Voß-Schule zog es in diesem Jahr nach Spanien mit Lehrerin Rosario Lafita und nach Italien mit ihrem Kollegen Ole Wiechmann. Bei beiden Fahrten dabei war aus dem Kollegium Maren Himmerkus. Sie berichtet für den OHA von den Fahrten.


Aller guten Dinge sind drei. Nachdem die Q3s der Johann-Heinrich-Voß-Schule im April diesen Jahres für neun Tage – dank engagierter Vemittlung der Spanischlehrerin Rosario Lafita – auf einem Austausch Kontakte mit Spanien geknüpft hatte, ging es nun vom 23. September bis zum 3. Oktober auf Erkundungsfahrt nach Rom und in die Bucht von Neapel. Während bei der Spanienfahrt nach Sevilla, Cordoba und Malaga Land und Leute, also die Mentalität und die Sprache der Spanier im Vordergrund standen, war die Italienfahrt stark historisch geprägt. Auf der Suche nach den Wurzeln der europäischen Kultur wurden unter Anleitung des Historikers Jan Ole Wiechmann und der Latein- und gleichzeitig Klassenlehrerin Maren Himmerkus Roms Museen durchkämmt, antike Götter wie Kaiser identifiziert und bestimmt, Mythen entrollt und miteinander verknüpft, historische Zusammenhänge aufgedeckt, aber auch so mancher fantastischer Ausblick auf die ewige Stadt genossen.

Nach fünf Tagen intensiven Kulturerfahrens ging es dann per Kleinbahn „Circumvesuviana“ nach Sorrent und somit in die Bucht von Neapel, also in eine ebenso geschichtsträchtige wie wunderschöne Gegend.

Hier war im Jahre 79 der Vesuv ausgebrochen und hatte zahlreiche Städte wie Pompeji und Herculaneum zwar durch seine Asche verschüttet und ausgelöscht, aber gerade dadurch für die Nachwelt konserviert. So konnte die Q3s durch gut erhaltene römische Straßen stromern, erhabenen Fußes die antiken Zebrastreifen überqueren, Tempel und reiche Wohnhäuser mit erstaunlichen Fresken oder dreisten Graffiti bestaunen, einmal mitten in einem Amphitheater die Perspektive eines todgeweihten Gladiatoren einnehmen – oder auch ein antikes Bordell besuchen.

Doch war in den letzten vier Tagen der Fahrt auch Entspannung angesagt. All die vielen Eindrücke mussten sich ja auch setzen können. Und das konnten sie – bei viel Spaß am Pool der Unterkunft oder bei einem Ausflug nach Capri mit ihren berühmten Grotten. Dorthin ging es dann im allerbesten Sommerwetter auf Speedbooten. Wie man es sich gut vorstellen kann, ließen die italienischen Kapitäne keine Gelegenheit aus, ihre oft langhaarige blonde „Fracht“ durch spektakuläre Manöver zum Jubeln zu bringen.

Ob Spanien oder Italien, ob das Europa von gestern oder das von heute, eins steht fest: Solche außerunterrichtlichen Unternehmungen sind unglaublich wichtig. Sie sind es, die den Schülern im Gedächtnis bleiben und sie ihr Leben lang begleiten und tragen werden. Das Sprachenlernen, das Wissen um Wirtschaft/Politik, die Erkenntnisse aus der Geschichte, das soziale Lernen in der Gemeinschaft, alle Aspekte des schulischen Lebens kulminieren in einer solchen Fahrt, und zwar im Sinne des britischen Politikers Edward Earl of Halifax, der einmal sagte: „Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.“ Mögen auch zukünftige Jahrgänge die Chance erhalten, solch eine ganzheitliche Bildungserfahrung zu machen.

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von
erstellt am 14.Okt.2014 | 11:26 Uhr

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