Zwischen Blumen und Büchern

Wilhelm Friedrich Hellwag.
Wilhelm Friedrich Hellwag.

shz.de von
31. August 2013, 00:34 Uhr

Nicht um Christoph Friedrich Hellwag, dem derzeit eine Ausstellung im Ostholstein-Museum gewidmet ist, geht es heute Abend um 19.30 Uhr in einem Vortrag von Silke Gehring. Im Mittelpunkt des Abends steht vielmehr Hellwags ältester Sohn Wilhelm.

Gehring, Vorsitzende der Voß-Gesellschaft, will in ihrem Vortrag zeigen, dass Bernhard Wilhelm Friedrich Hellwag (1787-1838) in dem Eutiner Hellwag-Nachlass interessante, besonders regional- und alltagsgeschichtlich bedeutsame Spuren hinterlassen hat. Wilhelm Hellwag, später Konrektor an der Eutiner Schule, dann Pastor in Malente und Neukirchen, führte schon seit seiner Jugendzeit kleine tagebuchähnliche Kalender, von denen sich einigen Exemplare erhalten haben. Bedenkt man die Zeiträume, die durch diese Quellen schlaglichtartig beleuchtet werden, so erweisen sich diese auf den ersten Blick vielleicht unscheinbaren Dokumente als kleine Juwele – geben sie doch detaillierte Einblicke in das Familienleben und die Freizeitgestaltung der Familie Hellwag sowie in die schwierigen Bedingungen, unter denen Wilhelm Hellwag seine Ausbildung und schließlich sein Berufsleben in Zeiten „schwerer Not“ gestalten musste.

Vorgestellt werden in erster Linie die Journale der Jahre 1802 und 1816. Wilhelm Hellwag, in Oldenburg zur Welt gekommen und im Alter von zwei Jahren in Eutin eingezogen, ging noch zu Zeiten von Johann Heinrich Voß zur Schule, studierte in Helmstedt und Tübingen Theologie und kam 1809 zurück nach Eutin. Als Pastor konnte er zunächst 1814 in Malente, ab 1821 in Neukirchen seine Verbindungen nach Eutin produktiv für seine Gemeinde einsetzen. Der Eintritt zu dem Vortrag kostet vier Euro.

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