„Zwerge“ ganz groß: Die Entwicklung der Nanotechnologie

zink

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29. Januar 2018, 13:22 Uhr

Entwicklung und Zukunftsaussichten der Nanotechnologie sind morgen (7. Februar) das Thema eines Vortrages, der um 19.30 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek beginnt. Prof. Dr. Rainer Adelung (Foto) vom Institut für Materialwissenschaft der Kieler Universität eröffnet das Jahresprogramm der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Sektion Eutin. Der Eintritt kostet fünf Euro, für Schüler und Mitglieder der SHUG ist er frei.

Nanotechnik ist, wie es in einer Pressemitteilung heißt, die Beschäftigung mit dem Allerkleinsten (von Nanos = griechisch „der Zwerg“). Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter. In dieser Dimension werden Atome vermessen. Zum Vergleich: Ein rotes Blutkörperchen ist 17 Mikrometer, also ein millionstel Meter groß.

Nanotechnologie-Objekte zeigen auch Effekte, die sich in den gewohnten Größenskalen nicht beobachten lassen. So werden zum Beispiel metallische Drähte zu Sensoren und Schalter zu Hochfrequenzbauteilen.

Rainer Adelung erhielt 2000 seinen Doktortitel in Physik von der Kieler Universität. Nach einem Jahr an einer Universität in Cleveland, USA, begann seine Habilitation am Lehrstuhl für Materialverbunde der technischen Fakultät in Kiel, 2006 habilitierte er sich im Fach Materialwissenschaft, 2007 wurde er Heisenberg-Professor am Institut für Materialwissenschaft der technischen Fakultät. Seine Forschungsthemen sind breit gefächert, vor knapp vier Jahren präsentierte er ein am Institut entwickeltes, spezielles Zinkoxid (Foto), das wie ein winziger Staubsauger Keime von Krankheiten einsammelt.

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