Zweites Nest gegen Streit unter Störchen

Freuen sich über das zweite Storchennest auf ihrem Hof: Bärbel und Dirk Lorenzen.  Foto: Kerstin Ahrens
Freuen sich über das zweite Storchennest auf ihrem Hof: Bärbel und Dirk Lorenzen. Foto: Kerstin Ahrens

Stromversorger baut Nest auf ausgedienten Mast am Malkwitzer Ziegenhof

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17. April 2013, 03:59 Uhr

Malkwitz | Es dauerte eine Weile, doch dann hatten die Störche den Ziegenhof am Wiesengrund entdeckt: Im vergangenen Jahr schlugen sich gleich zwei Storchenpaare um den Nistplatz, den Dirk Lorenzen auf einem Pfahl in der Nähe des Hauses montiert hatte. In diesem Jahr sollte es keinen Streit zwischen den Vögeln geben: Mitarbeiter der Schleswig-Holstein Netz AG haben jetzt einen zweiten Nistkorb in luftiger Höhe installiert.

Die Idee für den zweiten Nistplatz dazu kam Ziegenhof-Chefin Bärbel Lorenzen, als sie im vergangenen Monat den Abbau der am Hof verlaufenden Stromleitung mitsamt Masten beobachtete. Telefonisch fragte sie bei der SH Netz AG nach, ob nicht ein Mast als Basis für ein Storchennest stehen bleiben könnte. Die Antwort fiel positiver aus als erhofft: Das Unternehmen bot an, gleich selbst kostenfrei einen Nistkorb zu montieren. "Das Unternehmen unterstützt derartige Naturschutzprojekte landesweit", erklärt Bärbel Lorenzen begeistert.

Nur 14 Tage später rückten zwei Mitarbeiter mit einem Hubwagen an und montierten den zweiten Storchenkorb. Die Energieanlagen elektroniker Reinhard Röschmann und Karl-Heinz Maas sorgten schon in den 1980er Jahren, damals noch für die Schleswag, für Nistplätze. Den ersten Korb für Adebar montierten sie auf dem Gut Rantzau, im Laufe der Jahre kamen sie auf 30 Körbe. Jetzt hofft die Familie Lorenzen, dass die Storchenpaare aus dem vergangenen Jahr in diesen Tagen einfliegen und als friedliche Nachbarn beide Domizile nutzen.

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