Zweites LF 10 für Schönwalder Wehren

Finanzausschuss der Gemeinde empfiehlt den Kauf eines Löschfahrzeuges für 300 000 Euro

shz.de von
13. September 2018, 12:18 Uhr

Der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Schönwalde sieht nur ein Löschgruppenfahrzeug (LF 10) vor. Dies wurde vor einem Jahr in Mönchneversdorf in Dienst gestellt. Dennoch empfahl der Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung der Gemeinde einstimmig die Anschaffung eines weiteren Fahrzeuges für die Ortswehr Schönwalde. Für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) müssen nach ersten Schätzungen 120 000 Euro mehr veranschlagt werden, als für ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W), wie es der Bedarfsplan vorsieht. Hauptargument für ein HLF10 in der Gemeinde ist die Unterbringung des hydraulischen Rettungssatzes mit Spreizer, der bisher auf dem LF8 in Schönwalde verstaut ist. Dieser würde auf einem TSF-W keinen Platz finden. Von einer Verlagerung des vorhandenen LF10 aus Mönchneversdorf nach Schönwalde sah der Ausschuss ab, da die Tagesverfügbarkeit, und damit die Schlagkraft, der Wehr in Mönchneversdorf besonders hoch sei. Zudem war der Standort bereits bei der Anschaffung festgelegt worden. Die nachvollziehbaren Gründe für die Doppelausstattung gelten jedoch nicht bei der Bezuschussung. Entsprechend Bedarfsplan erhält die Gemeinde nur 28 440 Euro für ein TSF-W und nicht 57 060 Euro wie für ein HLF10.

Leise Kritik gab es für die Kommunikation der Wehrführung bei dem besprochenen Tausch von Fahrzeugen innerhalb der vier Ortswehren. Peter Seehusen (SPD): „Das hatte ich damals anders verstanden.“ Bärbel Seehusen (SPD) pflichtete ihm indirekt bei: „Man musste schon genau hinhören und Fachverstand haben, um das zu verstehen.“ Dennoch war der endgültige Tenor des Abends: „Es kostet 120 000 Euro mehr, aber es ist es uns wert.“ Ausschussvorsitzender Markus Lühr hatte angekündigt mit der Wehrführung noch einmal ins Gespräch zu kommen, um auch die Notwendigkeit von Investitionen in die Feuerwehrhäuser abzustimmen: „Wir wollen nicht mehr
als nötig, müssen aber Vorschriften zum Gesundheitsschutz auch umsetzen.“ Zuletzt war die Entscheidung gefallen einen Architekten mit den Planungen des Umbaus des Feuerwehrhauses in Mönchneversdorf zu beauftragen.

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