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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 12:20 Uhr

Zweiter Titel für Johanna Wohnsdorf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kassauer Sportschützennachwuchs räumt weiter Landesmedaillen ab

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2017 | 19:05 Uhr

Ostholsteins Vertreter haben bei den Landesmeisterschaften des Norddeutschen Schützenbundes weiter kräftig Edelmetall abgeräumt. Mit dem Luftgewehr schaffte die Eutiner Sportschützin Johanna Wohnsdorf in der Jugendklasse mit eindrucksvollen 384 Ringen ihren zweiten Titel, Gold holte sich Bastian Koch vom Schützenbund Glasau-Sarau. Bei den Jungs genügten schon 371 Zähler zum Erfolg. Die Kassauer Mannschaft mit Celina Sophie Dahm, Kimberley Lau und Natalie Sevke hatte wirklich Pech: Der erste Rang ging mit 1125:1124
an die Lübecker Sportschützen. Vielleicht aber reichen die guten Ringzahlen für einen Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft in München.

Auch im Wettkampf Luftgewehr liegend erging es in der Schülerklasse den Kassauern Hannes Dohm, Mia Lena Tamm und Hannah Ehlers so. Mit 879:878 hatte der SV Olympia 72 Börm/Dörpstedt Glück beim Goldgewinn. Hinter der brillanten Siegerin von Olympia, Anna-Maria Viebrantz, mit nicht zu überbietenden 300 Ringen gab es für Dohm und Ehlers Silber und Bronze bei jeweils guten 294.

In der weiblichen Jugend strengte sich die Kassauerin Ann-Kathrin Singpiel bis zum 60. Schuss so an, als wäre ihr Titel noch gefährdet. „Man weiß ja nie, ich schaute nicht auf die Zwischenresultate der anderen. Immerhin stand Johanna Wohnsdorf neben mir“, sagte sie erleichtert, als sie die Gesamtringzahl 597 auf dem Monitor sah. Wohnsdorf ist Vizemeisterin mit 594, Bronze ging an die weitere Kassauerin Natalie Sevke mit 592 Zählern.

Von den Kleinkaliberwettbewerben ist bemerkenswert der Erfolg des Großenbroders Heiko Bausch im Liegendschießen, unter 21 Mitbewerbern setzte er sich mit 584 Ringen durch. Außerdem gewann er noch Gold mit KK 50 Meter-Zielfernrohr, wiegelte aber das Lob der Ostholstein-Fans etwas ab: „Ich hatte nur einen Konkurrenten. Der Liegenderfolg ist für mich bedeutsamer.“

Ohne Mitbewerber war auch die Senioren A-Mannschaft (56 bis 65) des SB Glasau-Sarau mit Einzel-Landesmeister Klaus Müller (303,5) Andreas Sanmann und Edgar Dünnfründt. Bei den Seniorinnen B (66 bis 71) gewann unter vier Starterinnen Eva Kalkenings von der Schwartauer SG mit 302,0 den Titel, Silber ging an die Großenbroderin Petria Petzold (299,2). Auch bei den C-Seniorinnen wagten sich nur drei Damen an den Zielfernrohrwettbewerb. Christel Gülck vom SV Großenbrode gewann locker mit 305,8 Ringen und fuhr ihr fünftes Einzelgold ein. Bronze schaffte mit 288,4 Vereinskameradin Lore Bausch. Fünf Mitstreiter hatte der Kassauer Paul Venohr im zeitaufwendigen KK-Wettkampf des Dreistellungskampfes 3x40 Schuss. Er freute sich über Rang zwei bei 1077 Ringen.

Für die Auflageschützen war das der letzte Auftritt vor der Deutschen Meisterschaft in Hannover und Dortmund. Die mit fünf Titeln überaus zufriedene Christel Gülck hat in allen Wettbewerben hohe Resultate geschossen. Voller Optimismus geht sie daher den weiteren Weg an. „Wenn ich nicht mehr so gut treffen sollte, würde ich mir die DM nicht mehr antun“, sagte sie. „Aber solange ich unter die besten zehn Frauen meiner Altersklasse komme und ab und zu eine Medaille mitbringe, ist der Reiz da.“

Christel Gülck wird sich wie andere Auflageschützen aus Schleswig-Holstein vielleicht bereits im kommenden Jahr auf eine Reduzierung von Disziplinen einstellen müssen. „Zielfernrohr und Diopterwettbewerb beim Auflageschießen in einem Durchgang, vielleicht auch Damen und Herren zusammen in einer Wertung. So einiges wird vom Deutschen Schützenbund überlegt“, sagte Gülck. Etwas weniger an Wettkampflisten täte dem Schießsport sicher auch gut. Kritisch sollte man aber die Idee bewerten, wonach Frauen und Männer in einer Klasse antreten sollten, sagte Christel Gülck. „Das ist ja bei anderen Sportarten meist auch nicht so.“

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