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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 13:23 Uhr

Zweiter „Blitzer“ für den Kreis Plön?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kreis Plön kassiert im Jahr knapp 390 000 Euro an Verwarn- und Bußgeldern

Der Kreis Plön ist um die Erhöhung der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer – insbesondere Kinder und Alte – bemüht. So sehr, dass eine zweite Messanlage zur Überwachung des Straßenverkehrs angeschafft werden soll. Zweifellos spülen die Verwarn- und Bußgelder auch erhebliches Geld in die leere Kreiskasse: In vergangenen Jahr wurden knapp 390  000 Euro eingenommen.

„Durch eine regelmäßige Präsenz soll erreicht werden, dass sich die Fahrzeugführer dauerhaft an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten“, heißt es aus der Kreisverwaltung als Antwort auf einen Fragenkatalog der CDU. Es solle mehr Verkehrssicherheit – zumindest in diesem Messpunkt – erreicht werden soll. Schwerpunkte der Messungen seien Kindergärten, Schulen, Alten- und Pflegeheime sowie Gefahrstellen jeglicher Art.

Jetzt hat der Kreis im zuständigen Ausschuss die Anschaffung einer zweiten Messanlage beantragt, weil die einzige Messanlage im vergangenen Jahr durch Reparatur und Wartungsarbeiten drei Wochen ausfiel. Ohne Überwachung könne das Personal nur bedingt sachgerecht eingesetzt werden.

Manchmal werde der aktuelle „Blitzer“ auch zur Entscheidungsfindung über neue Geschwindigkeitsreduzierungen eingesetzt und könne damit nicht zur„scharfen“ Überwachung eingesetzt werden. So geht es dem Kreis auch um eine Optimierung des Personaleinsatzes: diverse Messstellen könnten in beide Fahrtrichtungen überwacht werden. Mit einer Kamera sei dies gleichzeitig nicht möglich. Beim parallelen Einsatz von zwei Kameras könne ein Mitarbeiter bei fast gleichem Stundeneinsatz deutlich mehr Fahrzeuge überwachen.
Die Verwaltung stellt klar, dass die Anschaffung eines zweiten „Blitzers“ nicht der Erhöhung des „Messdrucks“ diene. Weiteres Messpersonal werde mit einer zweiten Messanlage nicht gefordert.

Bei Auswertung der Liste nach den Messorten mit den höchsten Verwarn- und Bußgeldern ergibt sich folgendes Ranking: 1. Schwentinental (Fußgängerampel, Bushaltestelle), 2. Nettelsee (Ortslage, Bebauung, ständig überhöhte Geschwindigkeiten), 3. Rantzau (Ortslage, Bebauung, ständig überhöhte Geschwindigkeiten), 4. Schönberg (Kindergarten), 5. Lütjenburg (Ortslage, ständig überhöhte Geschwindigkeiten), 6. Ascheberg (Schule) und 7. Probsteierhagen (Schule).

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erstellt am 15.Feb.2016 | 19:12 Uhr

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