Zweiter Bauabschnitt für Plöner LED-Beleuchtung

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05. Juli 2018, 13:11 Uhr

In langer Diskussion hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung (SteP) am Mittwochabend einstimmig vier LED-Leuchtentypen in warmweiß ausgesucht, um mit öffentlicher Förderung in einem zweiten Bauabschnitt Plöns Straßenbeleuchtung zu erneuern. Rathausmitarbeiter Manfred Köpke erläuterte die verschiedenen Varianten.

„Wir wollen so wenig Leuchten wie möglich“, erklärte Bürgermeister Lars Winter. Am Ende entschied sich die Politik für eine Pilzleuchte „Pilzeo“ wie im ersten Bauabschnitt, die technische Leuchte Iridium Mini für Wohnstraßen, die technische Leuchte Alexia für Haupt- und Bundesstraßen sowie die historische Antikleuchte „Vulkan“ für das Schlossgebiet. Auf Anregung von Ingo Buth (SPD) möge die Verwaltung in einer grafischen Darstellung kenntlich machen, welche Leuchten für welche Straßen vorgesehen sind und ob eine technische Smart City-Umrüstung (WLAN, Richtfunksender, akustische Überwachung) möglich wäre. Bis 22. August muss die Entscheidung wegen Fördergeldfristen feststehen.

Smart City sei nicht unumstritten, gab Lars Winter zu bedenken. Einig war man sich, dass die bisherigen dekorativen Glockenleuchten aus dem Stadtgebiet verbannt werden und dass je Straße jeweils durchgehend derselbe einheitliche Leuchtentyp Anwendung findet. Eine Übersicht über die Leuchtentypen gibt es im Internet unter www.ploen.de im Bürgerinformationssystem.

Bis zur nächsten Sitzung will sich Politik mit dem Thema der „Floating homes“ befassen, der neuen Art des Wohnens auf dem Wasser. Ein Investor hatte bei der Stadt angefragt und könnte in einem zweiten Schritt, falls die Hausboote auf Interesse stoßen, im Ausschuss sein Projekt vorstellen. Teamleiter Wolfgang Homeyer will Rahmenbedingungen klären, unter anderem, wo es mögliche Standorte in Plön für Hausboote gibt. Stephanie Meyer (Grüne) machte sich Gedanken um Wasser, Abwasser und Strom. Fraktionskollegin Sabine Kauf nannte es einen Albtraum, die paar Meter freies Ufer mit Floating homes zuzubauen. Ingo Buth (SPD) fand es auf den ersten Blick eine gute Idee. Umweltschutzbeauftragter Achim Kuhnt meinte, ihm falle auf Schlag in Plön kein geeigneter Bereich ein. Für Kanäle und Grachten fände er die Idee spannend, nicht für das naturnahe Plön.

Ein 1,25 Meter breiter Fahrradschutzstreifen von Aldi bis zur Fußgängerzone soll das Radeln in Plön sicherer machen. Lars Winter stellte in einem ersten Schritt zum Projekt „Plön fährt Rad“ eine Abtrennung per Markierung, die Autofahrer nicht befahren dürfen, als Testprojekt vor. Dafür sei Aufklärungsarbeit nötig sowie ein Antrag bei der unteren Verkehrsbehörde des Kreises, ob der Streifen erlaubt ist.

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