Zweifel am Sanierungsbedarf

shz.de von
30. August 2018, 16:38 Uhr

Die Zahlen, die Bürgermeisterin Tanja Rönck in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses vorlegte, sorgten für Überraschung: So hoch hätten viele den Sanierungsbedarf an den Schulen nicht eingeschätzt. Die Rede ist von über 22 Millionen Euro (siehe Info-Kasten).

Diese Zahlen meldete die Gemeinde an die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), die nun darüber entscheiden soll, ob Malente Fördergelder erhält. Annabell Freese von der Eltern-Initiative zum Erhalt der Sieversdorfer Grundschule zweifelt an Zahlen, die für die Grundschulen auf die Schnelle erhoben worden seien: „In dieser Zeit lässt sich kein seriöses Baugutachten erstellen.“

Wenn der Sanierungsbedarf 80 Prozent der Neubaukosten erreiche, fördere die Landesregierung einen Neubau, erklärt CDU-Gemeindevertreter Peter Blenski, der auch stellvertretendes Mitglied im Sozialausschuss ist. „Deshalb die überraschende Höhe des Sanierungsbedarfs“, fügt er vielsagend hinzu. Zugleich dämpft er die Hoffnungen auf Fördermittel: „Bereits jetzt ist Kiel ein Investitionsbedarf in Höhe von 700 Millionen Euro gemeldet worden“, erklärt er. Und da seien die Städte Kiel und Lübeck noch nicht dabei. Das Gesamtvolumen werde am Ende locker bei einer Milliarde Euro liegen, sagt Blenski voraus. „Die Landesregierung hat schon signalisiert: Da werden viele enttäuscht sein.“

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