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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 22:17 Uhr

Zwei schwache Serien

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sportschützin Lina Meier vom SSV Kassau verpasst Endausscheidung für die Europameisterschaften

Drei stramme Serien von jeweils 40 Luftgewehrschüssen auf die nur einen halben Millimeter große Zehn mussten die 48 insgesamt zielsicheren Juniorinnen bei der Sichtung des Deutschen Schützenbundes in Dortmund abgeben. Für die besten acht jungen Frauen beginnt jetzt die nächste Phase der Ausscheidung für einen Platz bei den Europameisterschaften in Ungarn. Die 17-jährige Sportschützin Lina Meier vom SSV Kassau ist dann nicht mehr dabei, sie landete auf Rang 32, sammelte aber wichtige Erfahrungen in einem hochklassigen Teilnehmerfeld.

Siegerin ist mit einem Durchschnitt von 414,60 Ringen Verena Schmid aus Bayern. Das Allroundtalent vom SV Höbing hatte bereits im Kleinkaliber-Dreistellungskampf bei der Deutschen Meisterschaft mit Bronze auf sich aufmerksam gemacht. Die Auswertung erfolgt nach Zehntelringen. NDSB-Jugendtrainer Ingolf Falkenberg, der zusammen mit Sonja Ostermann von der SSG BooKuRiTra die Betreuung übernommen hatte, sagte: „In Dortmund wurde deutlich, welch großes Spitzensportpotenzial vor allem aus Bayern und Hessen das Geschehen bestimmt. Für Lina Meier ist die abschließende Platzierung nicht so entscheidend, sie hat mit 394 Ringen – nach Zehntel waren das 409,5 Ringe – bewiesen, was sie kann.“ Die Kassauerin hätte „natürlich gern so geschossen, wie zuletzt beim laufenden Rundenwettkampf in Ostholstein.“ Da brachte sie es auf 395 und jetzt auf 396 Zähler. „Ungewohnt war für mich ein Wettkampf am frühen Vormittag. Das muss ich vielleicht einmal am Wochenende trainieren“, sagte sie.

Die beiden Serien von jeweils 387 Ringen hätten sie für den Durchschnitt der drei Wertungen nach Zehntel auf 407,87 Ringe runtergezogen. „Für das Erreichen der nächsten Auswahlstufe wären fast 412 Ringe nötig gewesen. Das haben nur die Spitzenschützen aus dem Nationalkader geschafft. Ich werde versuchen, mir keine Ausreißer nach unten mehr zu leisten“, sagte die Tochter des Sportschützen Jens Path aus Stolpe. Path war, wie seine Ehefrau Marion und Linas Bruder Henrik, stolz: „Ich habe mich riesig gefreut, dass der Deutsche Schützenbund auf Lina aufmerksam geworden ist und sie als einzige Juniorin aus Schleswig-Holstein eingeladen hat.“ Lina Meier wird von dem Programm der Sparkassenstiftung „Junge Sporttalente in Ostholstein“ gefördert.

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erstellt am 19.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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