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Bilder des Grauens: : Zwei Hirsche qualvoll in Draht erstickt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hegeringleiter Hans-Jürgen Goldbach ist erschüttert

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 00:31 Uhr

„Es sind Bilder des Grauens, die einem an die Nieren gehen“, schreibt ein spürbar betroffener Hans-Jürgen Goldbach aus Hohwacht. Der Leiter des Hegeringes 3 im Nordwesten des Kreises Plön meldet eine Tragödie aus dem Tiereich, die sich vor einigen Tagen zwischen Panker und Waterneverstorf abgespielt hat.

Goldbach schildert: „Zwei Hirsche verenden qualvoll im Stacheldraht. Hirsche, die sich in altem herumliegenden Stacheldraht langsam festdrehen und unter Schmerzen ersticken, Befreiungskämpfe versuchen, aber letztlich kraftlos verenden. Und das ist leider kein Einzelfall.“

Dieses Schicksal habe keien Kreatur verdient, und es müsse auch nicht sein. Vor dem Hintergrund dieses jüngsten Vorfalles bittet Goldbach die Jagdvorsteher, auf ihre Jagdgenossen einzuwirken, dass die Einzäunungen öfter auf Schäden und herabhängenden Stacheldraht oder sogenannte Pferdelitzen kontrolliert werden. Herumliegendes und nicht mehr notwendiges Material, etwa Stacheldrahtrollen, sollte sicher und möglichst unzugänglich für das Wild aufbewahrt werden.

Neben lose umherliegendem Draht sind auch die Pferdelitzen eine besondere Gefahr für die Geweihträgrer, wenn die Pferde nicht mehr auf den Koppeln und die Zäune deshalb nicht mehr unter Strom stehen: Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Plön und Vizepräsident des Landesjagdverbandes, Hans-Werner Blöcker, hatte vor kurzem an alle Pferdehalter appelliert, diese Litzen abzubauen, weil sie immer wieder für Hirsche zu Fallen würden. Er selbst habe im vergangenen Jahr drei Mal Hirsche befreit, die sich in Litzen verfangen hatten – was nicht nur für die panisch reagierenden Tiere, sondern auch ihren Befreier gefährlich ist.



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