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Europakompetenz zertifiziert : Zwei Europalehrkräfte an der KBS Eutin

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwei Mitglieder des Kollegiums der Beruflichen Schulen in Eutin haben eine neue Fortbildung absolviert

„Ich habe mir von dieser Fortbildung erhofft, Anregungen zu bekommen, um unsere Schüler besser auf die Welt, in der sie leben, vorbereiten zu können. Mit den erhaltenen Ideen möchte ich gern über den Unterricht hinaus unseren Schülern attraktive und motivierende Lernmöglichkeiten bieten.“ Michael Stammeier ist einer von zwei Lehrkräften der Beruflichen Schule des Kreises in Eutin, die es schwarz auf weiß haben: Ihre Europakompetenz wurde vergangene Woche im Wissenschaftszentrum Kiel zertifiziert.

Zusammen mit Annika Gradert hat Stammeier den ersten Durchgang einer Fortbildungsreihe absolviert. Die wurde zusammen vom Lehrerbildungsinstitut IQSH, dem Bildungsministerium, der Europa-Union und dem Verein der Europaschulen aufgelegt. Gemeinam mit 13 Lehrkräften aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nahmen Gradert und Stammeier an dem Seminar teil.

„Mit diesem Kurs haben wir als Verein der Europa-Schulen das Ziel verfolgt, junge Leute für Europa zu interessieren, besser sogar: junge Leute für Europa zu begeistern“, sagt Klaus Müller, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Europaschulen in Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland könne sich rühmen, als erstes eine solche Qualifizierung anzubieten. „Die Schüler sollen eine bestmögliche Ausbildung bekommen für einen dynamischen europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“

Tim Kaiser, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Sozialwissenschaften an der Universität Kiel, machte deutlich, dass man nur ein mündiger Europäer sein könne, wenn man das politische System Europas verstanden habe. Auch aus diesem Grunde sei der Erwerb der Europa-Kompetenz so wichtig für die Lehrkräfte.

Der traditionelle Europa-Unterricht zeige häufig ein großes Übergewicht von institutionenbezogenen und historisch orientierten Themen. Oft sei dieser Unterricht losgelöst von Prozessen und politischen Inhalten. Die Fortbildungsreihe Europa-Kompetenz setze dazu einen Kontrapunkt.

Die ständige Veränderung des EU-Systems sei neben der räumlichen und mentalen Distanz vieler Menschen ein Problem, aus dem zahlreiche Herausforderungen resultierten: Schul- oder Lehrbücher seien oft schon überholt, wenn sie gedruckt werden. Lehrkräfte und Multiplikatoren müssten sich permanent weiterbilden, wenn sie mit der rasanten Entwicklung Schritt halten wollten. Das Zertifizierungsseminar für Europakompetenz solle, jährlich aktualisiert, einen Beitrag zur Verbesserung dieser Qualifikation leisten.

Annika Gradert und Michael Stammeier präsentierten das, was in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin die Europaarbeit des vergangenen Jahres und speziell die Umsetzung der Ergebnisse der Fortbildungsreihe Europakompetenz ausgemacht haben. Beide verwiesen darauf, dass es auch in diesem Jahr am 25. September einen Europa-Tag in Eutin geben wird. Dann sei die Schule ein Jahr Europaschule, und es werde an der Zeit sein, ein Fazit zu ziehen, wie sich das Europahandeln an der Schule weiter entwickelt habe.

Annika Gradert sagte bei der Übergabe der Zertifikate, sie habe sich für diese Fortbildung entschieden, um neue Ideen und Anregungen für die Umsetzung ihrer Begeisterung für Europa im Unterricht mit den Schülern zu bekommen. „Die Erfahrungen aus dieser Veranstaltung möchte ich nun an meine Schülerinnen und Schüler weitergeben und Europa für sie damit zugänglicher und erlebbarer machen.“

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erstellt am 27.Mai.2014 | 11:32 Uhr

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