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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 22:08 Uhr

Zwei Ausstellungen zum Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die 25-jährige Partnerschaft zwischen den Kreisen Kreisen Lääne-Viru und Plön lebt / Zwölf Hilfstransporte sorgten für große Hilfe

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 15:40 Uhr

Die Eröffnung der Ausstellungen „Die Deutschen und das Baltikum“ und „25 Jahre Partnerschaft zwischen den Kreisen Lääne-Viru und Plön“ wurde am Dienstag im Kreismuseum zu einem Treffen von Freunden und Zeitzeugen. „Estland ist heute ein geachtetes, vollwertiges Mitglied der EU. Unsere Kreispartnerschaft hat sich nach den zarten Banden der Anfangsjahre längst zu einer selbstständigen Persönlichkeit entwickelt“, betonte Landrätin Stephanie Ladwig.

Die Transporte von Hilfsgütern durch die Freundschaftsgesellschaft stünden nicht mehr im Vordergrund. Stattdessen würden heute die Pflege von Freundschaften und der gegenseitige Erfahrungsaustausch zwischen den Verwaltungen, Unternehmen und kulturellen Einrichtungen dominieren. „Der Dank des Kreises gilt allen, die diese freundschaftlichen Beziehungen pflegen, sich mit großem persönlichem Einsatz für die Partnerschaft einsetzen und sie mit Leben erfüllen“, sagte Ladwig.

Zu ihnen zählen Karl-Heinz Appel aus Plön, Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Schleswig-Holstein-Estland im Kreis Plön, und der damalige CDU-Politiker Dr. Sigurd Zillmann. Beide erinnerten sich lebhaft an ihre ersten Reisen in den estnischen Partnerkreis.

„Eine Vielzahl von Unterpartnerschaften zwischen Kommunen, Schulen und Organisationen ist ein Indiz, dass die Partnerschaft heute auf soliden Beinen steht“, lobte Appel die Entwicklung, der seine erste Reise gemeinsam mit Gerhard Radtke nach Estland als sehr bewegend empfand. Zwischen 1990 und 2002 seien zwölf Hilfstransporte, drei Kulturwochen, fünf Weihnachtsmärkte, sechs Reisen und zwei Workshops der KVHS angeboten worden. Der Warenwert, der in den vergangenen 20 Jahren in den Partnerkreis gebracht worden ist, liegt bei rund zwei Millionen Euro.

„Wir können stolz sein, dass wir einen solchen Partner im Osten haben“, resümmierte Dr. Sigurd Zillmann, der als Gründungsvater der Partnerschaft im September 1989 bei der Unterzeichnung in Estland dabei war. Denn der seinerzeitige große Traum, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Mitglied in der Nato und in der EU zu sein und den Euro einzuführen, habe sich erfüllt.

In Zillmanns Erinnerungen blieben neben dem offiziellen Zeremoniell der inoffizielle Part. Dort galt der Ablauf „ein Lied, ein Vodka, ein Lied“, bei dem die Esten sangessicherer als die deutsche Delegation gewesen sei, gab er einen augenzwinkernden Einblick jener Tage. Ein Gefühl für die musikalische Kunst gab der Chor „Cantabile“ aus dem russischen Partnerkreis Neman (ehemals Tilsit-Ragnit), der zurzeit im Kreis Plön gastiert.

Beide Ausstellungen sind noch bis zum 7. Januar im Kreismuseum zu sehen. Mit mehr als 300 Bildern, Karten, Tabellen und prägnanten Texten vermittelt die Ausstellung die wichtigen Ereignissen der baltischen Geschichte und Kultur vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Ergänzung ist die Ausstellung „25 Jahre Partnerschaft zwischen den Kreisen Lääne-Viru/Estland und Plön”, die in deutscher und estnischer Sprache verfasst ist.

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