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Zweckverband senkt Gebühren und investiert 50 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2016 | 11:13 Uhr

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Ostholstein (ZVO) hat gestern nicht nur eine neuen Satzung für die Abfallgebühren beschlossen: Die Beitrags- und Gebührensatzung für die Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung soll demnach ebenfalls zu einer Entlastung der Kunden führen – unter anderem resultierend aus den Beitritten von Ahrensbök und Ratekau zum ZVO. So sinkt der Beitragssatz für an die zentrale Kanalisation angeschlossenen Grundstücke um ein Drittel. Anstatt 22,50 Euro werden nur noch 15,10 Euro pro Quadratmeter beitragspflichtiger Geschossfläche fällig. Bei der Niederschlagswasserbeseitigung ändert sich die Berechnungsgrundlage der Leistungsgebühr. So wird die bisherige Pauschalierung von Leistungseinheiten von je angefangenen 50 Quadratmetern auf eine Spitzabrechnung umgewandelt, die pro Quadratmeter angeschlossener Fläche anfällt. Die reduzierte Leistungsgebühr liegt dann bei 0,40 Euro pro Quadratmeter angeschlossener Fläche. Die Grundgebühr von 25 Euro pro Abrechnungsjahr bleibt weiterhin bestehen.

ZVO-Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer gab in der Verbandsversammlung weiterhin einen Ausblick auf das kommende Jahr. 2017 feiert der ZVO nicht nur seinen 90. Geburtstag, sondern wird auch rund 50 Millionen Euro investieren – rund 32 Millionen davon allein ins Breitbandnetz.

Die Verbandsversammlung hatte gestern den Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 verabschiedet. 73 der 74 anwesenden Mitglieder stimmten für den Etat. Die Planungen sehen für das Geschäftsjahr 2017 insgesamt ein Vorsteuerergebnis von zirka 3,8 Millionen Euro vor. Erträge von 56,6 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 52,8 Millionen Euro gegenüber. Neben dem Breitband-Ausbau sollen im Bereich Entwässerung 5,5 Millionen Euro investiert werden. Zudem werden einige Pumpwerke technisch erneuert und die Erneuerung der Prozessleit- und Automatisierungstechnik auf den Kläranlagen Malente und Ratekau werde weiter vorangetrieben, so Strohmeyer. Auch werde in 2017 und 2018 jeweils ein Saugfahrzeug für den Bereich Entwässerung als Ersatz für alte Fahrzeuge angeschafft.

Auch die Tochtergesellschaften des Zweckverbands haben für 2017 umfangreiche Investitionen eingeplant, darunter ins Erdgas- und Wasserrohrnetz, in die Wasserwerksanlagen und in das Müllheizkraftwerk.

„Auch wenn die Zahlen groß sind, es gibt eine Vielzahl kleinerer Projekte“, sagte Strohmeyer. So solle insbesondere die regionale Wirtschaft – Strohmeyer sprach hierbei über mittelständische Unternehmen in der Region – von den Ausschreibungen profitieren.

Der Kampf um Breitband scheint inzwischen entbrannt: Strohmeyer beklagte in der Sitzung, dass zurzeit viele private Unternehmen auf den Plan treten, die die ZVO-Netzplanungen „über den Haufen werfen“.

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