ZVO zahlt Gemeinden fast zwei Millionen aus

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01. Juli 2015, 10:39 Uhr

Mehr Wasser und Abwasser, mehr Abfall und mehr Erdgas: In allen Sparten des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) gab es im Jahr 2014 Steigerungen. Im Jahresabschluss schlägt das mit einem Gewinn von 3 Millionen Euro zu Buche, der im Jahr davor nur 750  000 Euro betrug. Die Verbandsversammlung des ZVO genehmigte gestern in Ahrensbök die Bilanz 2014 einstimmig.

Der Jahresgewinn geht in die Rücklage. Städte und Gemeinden, die dem ZVO die Erdgasversorgung übertragen haben, erhalten eine Gewinnausschüttung von 1,5 Millionen Euro und Konzessionsabgabe in Höhe von etwa 500  000 Euro.

Die Mengen- und Finanzentwicklung sei nicht selbstverständlich, stellte Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer fest, die seit dem 1. Januar als Nachfolgerin von Heiko Suhren das Unternehmen leitet. Der Gasabsatz (821 Millionen Kilowattstunden, ein Plus von 26 Millionen) sei trotz einem milden Winter gestiegen. Erhöhtes Wasser- und Abwasseraufkommen (8,4 statt 8,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser sowie 5,8 statt 5,6 Millionen Kubikmeter Abwasser) resultiere aus neuen Mitgliedsgemeinden, darüber hinaus aber auch aus einer guten Tourismussaison. Die Menge des gesamten Abfalls im Kreis sei von 117  001 auf 118  849 Tonnen gestiegen, die jährliche Abfallmenge pro Kopf damit von 591 auf 599 Kilogramm.

Die Restmüllmenge in den grauen Tonnen sei zwar im Jahresvergleich von 38  159 auf 37  716 leicht gesunken, bleibe aber mit Abstand die größte Abfallfraktion. Das Altpapier habe sich mit 19  021 Tonnen (Vorjahr 19  628) reduziert. Bioabfälle hätten dagegen auf 9633 Tonnen (Vorjahr: 8847) zugenommen. Auch bei den Verpackungen im Gelben Sack habe es eine leichte Steigerung von 8127 auf 8239 Tonnen gegeben.

Von den Klagen gegen die Abfallgebührenstruktur seien zwei noch nicht entschieden, berichtete Strohmeyer weiter, sie lägen als Berufungsverfahren beim Oberverwaltungsgericht. Nach deren Ausgang werde über knapp 400 Widersprüche entschieden, die in den Jahren 1014 und 2015 erhoben worden seien.

Laut Jahresergebnis waren am Stichtag 31. Dezember 2014 in der ZVO-Gruppe insgesamt 440 Menschen (Vorjahr 431) beschäftigt, darunter 12 in der Ausbildung (Vorjahr: 14). Der Personalaufwand wird auf 11,1 Millionen Euro beziffert (Vorjahr 9,8). Strohmeyer kündigte an, dass die Zahl der Lehrlinge wieder steigen werde.

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