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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 15:52 Uhr

ZVO: Wasserpreise bleiben 2016 stabil

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Verbandsversammlung beschloss den Wirtschaftsplan mit 1,2 Millionen Plus

Gute Nachrichten aus der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) in Ahrensbök. Die Versammlung beschloss gestern den Wirtschaftsplan 2016 und bescherte damit den Kunden stabile Preise, sowohl für das Trinkwasser als auch bei den Abwassergebühren. Über eine Preissenkung dürfen sich die Gas-Kunden der ZVO Energie-Gesellschaft freuen. Im Durchschnitt werden diese Preise ab Anfang 2016 um bis zu fünf Prozent sinken.

Der Verband rechnet 2016 mit einem Gewinn von 1,2 Millionen Euro. Einnahmen von 53,3 Millionen Euro stehen Ausgaben von 52,1 Millionen Euro gegenüber. Zum geplanten Jahresergebnis tragen insbesondere die Ergebnisabführungen der Beteiligungsgesellschaften bei. Trotz schwierigerer Randbedingungen, wie strengere umweltpolitische Auflagen, die Preissteigerungen verursachen, können die Abwassergebühren 2016 das vierte Jahr in Folge stabil gehalten werden. Im Geschäftsbereich Entwässerung rechnet der ZVO mit einem leicht positiven Ergebnis. Mit den Überschüssen werden die Gebühren stabil gehalten.

Der Verband will im nächsten Jahr mehr als neun Millionen Euro investieren. Davon werden mehr als sieben Millionen Euro auf die anlagenintensive Entwässerung entfallen. So wird der ZVO
in die Erneuerung des Schmutzwassersystems in der Siedlung An der Aalbeek in Niendorf/Timmendorfer Strand investieren. Der Verband will die Prozessleit- und Automatisierungstechnik der Kläranlagen Malente und Ratekau erneuern und die Kanäle im Wasserschutzgebiet sanieren. Zudem kommen im Rahmen des vierspurigen Ausbaus der Bundesstraße 207 Kosten wegen des Verlagerns von Abwasserleitungen auf den Verband zu.

Die übrigen zwei Millionen des geplanten Investitionsbudgets des ZVO fließen unter anderem in eine neue IT-Infrastruktur, verschiedene Instandhaltungsmaßnahmen und den Aufbau eines Geschäftsbereichs Breitband. „Wir sind zu sparsamem Haushalten angehalten, können aber eine Stelle schaffen“, sagte Gesine Strohmeyer, seit einem Jahr Verbandsvorsteherin des ZVO. Für ihre Arbeit erhielt sie von Klaus Winter und den Mitgliedern Lob.

Zwei Unbekannte sind bei den Plänen für 2016 zu berücksichtigen. Der Zweckverband Ostholstein ist aufgrund der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig vom 10. September, das die Gebührenkalkulation und -satzung des ZVO für teilnichtig erklärt hat, momentan nicht in der Lage, neue Gebührenbescheide herauszugeben, erklärte Strohmeyer. Unabhängig davon werden vom ZVO alle Entsorgungsleistungen (Abfallabfuhr, Recyclinghöfe, Sperrmüll) weiterhin wie gewohnt erbracht, wie die Wirtschaftsingenieurin versicherte. Die Leistungen würden später berechnet. Der ZVO empfiehlt seinen Kunden, bis zum Erhalt neuer Bescheide Rücklagen in Höhe der gegenwärtigen Gebühren zu bilden. Eine Gebührenübersicht gibt es unter www.zvo.com/preise-gebuehren-undsatzungen. html. Der ZVO arbeitet mit Hochdruck an einer neuen Abfallgebührensatzung und Neuregelung der Kalkulation. Sobald die genehmigt worden ist, werden die Bescheide versendet.

Der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Breitband kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Derzeit wird der Anfang des Jahres von der Egoh vorgelegte Businessplan überarbeitet. Der Verband möchte Anfang nächsten Jahres alle Gemeinden, die die Breitbandversorgung dem Zweckverband Ostholstein übertragen wollen, informieren. Er wird in Kürze dazu einladen.

Ein großes Thema der Gruppe wird ab 2016 die Energieeffizienz sein. So sind alle drei Verbandsunternehmen Holding, Energie GmbH und Entsorgung GmbH dem Energieeffizienz-Netzwerk der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck beigetreten. Die ZVO-Gruppe will die Energieeffizienz steigern und Energieverbräuche senken. Die Teilnahme am Netzwerk bildet den Rahmen für die Umsetzung eines Energie-Audits laut Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G).

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erstellt am 04.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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