ZVO tritt „Allianz für Breitband“ in Schleswig-Holstein bei

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (li.) überreicht ZVO-Vorsteherin Gesine Strohmeyer und Landkreistagspräsidenten Landrat Reinhard Sager die Urkunde zum unterschriebenen Memorandum.
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (li.) überreicht ZVO-Vorsteherin Gesine Strohmeyer und Landkreistagspräsidenten Landrat Reinhard Sager die Urkunde zum unterschriebenen Memorandum.

Unternehmen Vorreiter in Ostholstein / Bündnis setzt Regeln für schnelleren flächendeckenden Glasfaserausbau fest

shz.de von
06. Juli 2018, 10:56 Uhr

Breite Allianz, klares Ziel: Um den flächendeckenden Ausbau des Glasfaser-Netzes in Schleswig-Holstein noch dynamischer voranzutreiben, ist der Zweckverband Ostholstein (ZVO) dem „Bündnis für den Glasfaserausbau Schleswig-Holstein“ beigetreten – als einziges Unternehmen aus Ostholstein.

Gesine Strohmeyer, Vorsteherin des ZVO ist überzeugt: „Solch ein Bündnis ist ein wichtiger Schritt, um den Flickenteppich in der Internetversorgung zu stopfen. Mit der Verständigung auf gewisse Regeln ist nun ein Rahmen geschaffen, die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet entscheidend voranzutreiben. Der ZVO leistet dazu gerne seinen Beitrag.“

Anfang Juli waren in Kiel und Vertreter von über 60 Unternehmen und Institutionen zusammengekommen, um sich zu dieser Breitbandallianz zusammenzuschließen. Und der ZVO baut für 29 Gemeinden ein komplett neues kommunales Breitbandnetz auf, um die Lücken in der Internetversorgung zu schließen. Grundlage dafür ist die zukunftsfähige Glasfasertechnologie, die Bandbreiten ermöglicht, die die Leistung von Kupferkabel und Vectoring um ein Vielfaches übersteigt. Das Investitionsvolumen des ZVO liegt bei fast 100 Millionen Euro. Insgesamt wird hier sukzessive ein neues Netz von über 2800 Kilometern Länge aufgebaut, das zukünftig rund 23 000 Haushalte sowie über 5000 Gewerbebetriebe und Institutionen versorgen wird. Ein Beitritt zur Allianz lag also nahe.

„In dieser Allianz wird jeder nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir 2025 den flächendeckenden Ausbau schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandums.

Bei dem Memorandum handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, ohne in deren Unabhängigkeit und in den Wettbewerb einzugreifen. Wichtigste Elemente des Memorandums sind unter anderem die Unterstützung der Zielsetzung der Glasfaserstrategie der Landesregierung und der Einsatz von Fördermitteln nur dann, wenn es keine privatwirtschaftliche Lösung gibt. Außerdem soll ein zweijähriger Verzicht der Unternehmen auf eigene Ausbaumaßnahmen bei kommunalen Förderprojekten geübt werden, sofern die Unternehmen selbst keinen Eigenausbau angekündigt haben. Dieses Stillhalteabkommen gilt ab der Auswahl eines Netzbetreibers.



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