Zustimmung für Machbarkeitsstudie

Jens-Uwe Seligmann wechselt von der FWG- in die CDU-Fraktion.
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Jens-Uwe Seligmann wechselt von der FWG- in die CDU-Fraktion.

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06. Juli 2018, 12:35 Uhr

Alle waren sich einig, dass sie die Machbarkeitsstudie zum Betrieb einer Elektrofähre wollen: Der Plöner Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten, Umwelt und Tourismus (GUT) beauftragte Bürgermeister Lars Winter, dafür den Auftrag zu erteilen. Welche Aspekte einfließen sollen, wurde zuvor auf Grundlage eines CDU-Antrags ausgiebig erörtert.

„Es geht heute nur darum zu prüfen, ob wir die Machbarkeitsstudie wollen, nicht um technische Details“, mahnte Ausschussvorsitzende Dr. Ingeborg Unbehauen (Grüne) vorsorglich vor Beginn der Debatte. Lars Winter verdeutlichte, dass eine Fähre 40 000 Euro koste. Detaillierte wirtschaftliche und finanzielle Daten könnten erst auf Basis der Studie ermittelt werden, wenn die Höhe der Förderung durch das beteiligte Jugendaufbauwerk (JAW Koppelsberg) und kirchliche Einrichtungen vorliege.

Ein neuer Steg müsse an der Jugendherberge gebaut werden, einen zweiten am Koppelsberg übernehme die Kirche. Die E-Fähre sei eine Ergänzung zur Großen Plöner See-Rundfahrt, keine Konkurrenz, sagte Winter und unterstrich den beabsichtigten Weg der Stadt in die E-Mobilität mit Plänen zu E-Car-Sharing für die Mitarbeiter und Gesprächen mit dem Haus Hohenzollern über einen E-Bus-Verkehr zur Prinzeninsel.

„Wir wollen, dass die Studie auf den Punkt ist“, betonte Jens-Uwe Seligmann (bürgerliches Mitglied CDU) und legte ein von ihm sowie André Jagusch, Heike Charlotte Pracht und Gerald Wick unterzeichnetes Papier vor. Jagusch hatte die Punkte schon im Hauptausschuss zu Wochenbeginn zu erörtern versucht (der OHA berichtete).

Demnach solle die Studie rechtliche Fragen klären, technische Anforderungen, Infrastruktur, Sicherheitstechnik, Einsatzfähigkeit bei Wellengang, Personal- und Wartungskosten, Gebührenkalkulation, Zahl der Passagiere, um kostendeckend zu sein, Nachfrage, Investitionskosten, laufende Instandhaltungskosten, Werbung, Versicherungen, Energie, Verwaltung, Förderprogramme, Fahrplan und mögliche Taktung mit Bussen und Bahnen sowie die Fahrtdauer. „Viele Fragen können doch erst nach der Studie feststehen, dann muss die Verwaltung rechnen“, versuchte Unbehauen die ausufernde Debatte angesichts der fortgeschrittenen Zeit abzukürzen.

Gabriele Killig (FDP) nannte das Vorhaben ein Leuchtturmprojekt. Stephanie Meyer (Grüne) regte an, dass sich weitere Fördertöpfe anzapfen ließen, wenn die Route, die als Pendelverkehr zwischen Koppelsberg und Stadt geplant ist, Richtung Ascheberg verlängert würde und die E-Fähren Räder mitnähmen. „Wir wissen nicht, ob Fähren oder ihr Neubau gefördert werden“, so der Bürgermeister. Die Kosten würden in der Studie ermittelt und dann als Gesamtkonzept beim Fördermittelgeber eingereicht.

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