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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 20:58 Uhr

Eutin : Zustände am Lindenbruch Stadtgespräch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU will Diskussion über Obdachlosen-Unterkunft.

von
erstellt am 03.Nov.2014 | 18:00 Uhr

Die aktuellen Lebensumstände der Bewohner am Lindenbruchredder sollen umgehend in der Stadtvertretung diskutiert werden. Dafür will die CDU-Fraktion, wie ihr Vorsitzender Matthias Rachfahl gestern sagte, mit einem Dringlichkeitsantrag für die Sondersitzung am 12. November sorgen.

Die hat Bürgervorsteher Dieter Holst vor allem einberufen, damit die Stadtvertretung einen Termin für den Bürgerentscheid in Sachen Haus des Gastes festlegt. Aus Sicht der CDU bietet sich angesichts der kurzen Tagesordnung aber auch an, die Zustände am Lindenbruchredder zu beleuchten – eine prompte Reaktion auf die Berichterstattung in der Sonnabend-Ausgabe unserer Zeitung, wie Rachfahl deutlich machte.

Der CDU-Fraktionschef: „Der Artikel im OHA erweckt den Eindruck, als wenn die politischen Gremien der Stadt dafür verantwortlich sind, dass bisher in dieser Sache noch überhaupt nichts geschehen ist.“ Die zitierten Aussagen von Mitarbeitern der Verwaltung „spiegeln aber in keiner Weise die tatsächliche Auseinandersetzung der Selbstverwaltung mit diesem Thema wieder.“

Vielmehr habe er selbst bereits im Sozialausschuss am 1. April einen zeitnahen Termin für eine Ortsbesichtigung am Lindenbruchredder angeregt. Der Ausschussvorsitzende Hanjo Iwanowitsch (SPD) habe darauf die Verwaltung gebeten, einen Sondertermin für eine Besichtigung zu organisieren.

Rachfahl: „In den Folgemonaten gab es dazu immer wieder fraktionsübergreifend Nachfragen, die leider und unverständlicherweise nicht zu einem Ortstermin geführt haben. Daher und vor allem im Interesse der am Lindenbruchredder lebenden Menschen bittet die CDU-Fraktion jetzt um Zustimmung zu dem Dringlichkeitsantrag.“

Dass die desolaten Zustände am Lindenbruchredder nun Stadtgespräch sind, erlebte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz auf dem Wochenmarkt bei der Sammlung für die Deutsche Kriegsgräbergfürsorge. „Nun bringt die Unterkunft endlich menschenwürdig in Ordnung“, fuhr Günther Jansen, ehemaliger Sozialminister, den Rathauschef an. Schulz verwies auf die Bemühungen der Verwaltung, durch Anmieten von Wohnungen und Unterstützung eines Helferkreises aus Privatleuten die Lage für Flüchtlinge zu verbessern. Es mangele aber oft auch an Geld für diese städtische Aufgabenerfüllung.

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