Zuschuss für Stadtfest

Hauptausschuss unterstützt Stolpersteine-Vorhaben und Veranstalterin

shz.de von
29. Juni 2018, 00:00 Uhr

Es wurde eng am Tisch: Im jüngsten Hauptausschuss nahmen 15 Mitglieder im Sitzungssaal des Rathauses Platz, die Stadtvertretung hatte für diese Legislatur eine Erhöhung der Mitgliederzahl von elf auf 15 beschlossen, um das Wahlergebnis abzubilden (wir berichteten). Die Sitzung – zumindest der öffentliche Teil – war für die Neuen ein erstes Finden: Verständnisfragen, kein großer Wortwechsel, abstimmen.

Einer der ersten einstimmigen Beschlüsse des Abends freute Stadtfest-Veranstalterin Claudia Falk besonders: Sie hatte das Gremium um weitere 2500 Euro gebeten. Der Grund: In der ersten Kalkulation für den Zuschussantrag war sie fest davon ausgegangen, dass sie die Wiese an der Stadtbucht zur Verfügung habe. „Ich dachte, der Mietvertrag sei so gestrickt, wie in der Innenstadt, dass das Nutzungsrecht entfällt, wenn Dritten das Sondernutzungsrecht zugesprochen wird“, erklärte Falk. Ihre ursprünglichen Pläne habe sie deshalb ändern müssen, sich mit dem Stadtbucht-Lounge-Betreiber aber geeinigt. „Ich sehe die Stadtbucht als Pionierprojekt, das zeit- und kostenintensiv ist, um etwas richtig Gutes, auch wirtschaftlich Tragbares auf die Beine zu stellen“, sagte Falk und war sichtlich gerührt, als alle am Tisch den Arm für den Zuschuss hoben: „Haben Sie vielen, vielen Dank.“ Ihr gehe es darum, dass es ein „richtig schönes Fest“ werde, ergänzte sie nach dem Ausschuss. Falk: „Es geht nicht nur um die Bespaßung der Eutiner und Gäste, sondern dass Eutin sich von seiner Schokoladenseite zeigt.“ Viele Vereine nutzten schon das Angebot eines kostenlosen Standes, um sich zu präsentieren, Interessierte können sich weiterhin anmelden (stadtfest-eutin.de).

Ebenfalls einstimmig entschied sich das Gremium für die beiden Stolpersteine, die die Bürgergemeinschaft Eutin spenden möchte. „Sie sollen in einem würdigen Rahmen verlegt werden und auch Schulbeteiligung ist geplant“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk. Zwei Stolpersteine seien bislang vorgeschlagen: Vor dem Gebäude an der Albert-Mahlstedt-Straße 20, das der alte Familiensitz der jüdischen Familie Nathan war und vor dem Haus in der Klaus-Groth-Straße 9, das Familie Ullrich gehörte; Karl Ullrich starb im Jahr 1944 im Konzentrationslager Neuengamme (wir berichteten). Wann die Verlegung stattfinden soll, sei offen, so Behnk.

Jutta Harter, zuständig für die Fortschreibung des Aktionsplans Inklusion für die Stadt Eutin, stellte den aktuellen Stand vor und präsentierte erste Ergebnisse. Außerdem sollen die Handlungsfelder in den Maßnahmen erweitert werden, dies sei Wunsch der zuständigen, mitarbeitenden Bereiche gewesen, so Harter. Die Öffentlichkeit soll am 23. August ein zweites Mal beteiligt werden, die Ergebnisse am Jahresende der Stadtvertretung vorliegen.

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