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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 22:16 Uhr

Zusammenleben ohne Barrieren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Stadt sammelt Ideen für ein gutes Zusammenleben / Menschen der Stadt erarbeiten den „Aktionsplan Inklusion“

Die Bedürfnisse von Menschen mit Seh-, Hör- oder Gehbehinderung und auch Menschen mit Fluchterfahrung standen im Mittelpunkt einer Arbeitsveranstaltung am Mittwochabend. Die Stadt hatte Vertreter von Verbänden, Organisationen, Politik und Stadtverwaltung aus Eutin und auch Ostholstein dazu eingeladen. Gastgeber waren „Die Ostholsteiner“ in der Siemensstraße, Prokurist Andreas Weddeling begrüßte die Teilnehmer.

Die Männer und Frauen im Alter von etwa 40 bis 80 Jahren sprachen Probleme aus dem Alltag beeinträchtigter Personen an: In der Stadt gibt es demnach zu wenig Behindertentoiletten, und viele Bürgersteigkanten sind zu hoch. Die Teilnehmer wünschten sich einheitliche Schilder, die auf hilfsbereite Geschäfte hinweisen und mehr Werbung für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung.

Die Politiker Eutins hatten sich vor einem Jahr dafür ausgesprochen und entschieden, dass ein Aktionsplan „Inklusion“ entsteht. In ihm wird stehen, was die Eutiner noch dafür tun müssen. Den Plan haben Mitarbeiter der Stadtverwaltung vorbereitet, er ist noch nicht fertig. Die Wünsche und Hinweise von dem Treffen bei den Ostholsteinern werden während der Sommerferien in den Plan aufgenommen, wie Jutta Harter sagte. Bei ihr laufen die Fäden für den Plan zusammen. Die Angestellte der Stadt leitete das Arbeitstreffen am Mittwoch.

Nach den Ferien wird der vorläufige Aktionsplan den Politikern von Eutin vorgelegt werden. Die Stadtvertreter sollen dann Zeit haben, über den Plan zu sprechen, wie Harter erklärte. Der Zeitplan sehe vor, dass die Stadtvertreter im Dezember den Aktionsplan genehmigen, eventuell auch mit eigenen Änderungswünschen, oder ablehnen werden.

Die Teilnehmer des Treffens sammelten ihre Hinweise und Wünsche in drei Arbeitsgruppen. Sie wurden von Karen Dyck und Susanne Stange, Annette Rudolph sowie Kerstin Stein-Schmidt von der Stadtverwaltung geleitet.

Die Gruppen waren nach Themen unterteilt. In der ersten ging es darum, wie die Eutiner informiert werden, wie für das Zusammenleben ohne Hindernisse geworben wird. In der zweiten Gruppe wurden Verbesserungsvorschläge für Kindergärten und Schulen gemacht. Es gab Ideen für Sportvereine. Die könnten Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt zu Fußballspielen einladen und den Transport dorthin organisieren, sagte jemand. Bisher mache nur ein Eutiner Sportverein behinderten Menschen passende Angebote, sagte Ernst Hermann Brütt aus der Arbeitsgemeinschaft der Eutiner Sportvereine.

Jutta Harter hatte einen Alterssimulationsanzug mitgebracht und lud die Teilnehmer ein, ihn anzulegen und die Mühen des Alters selbst zu spüren. Interesse zeigte niemand.

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erstellt am 20.Jul.2017 | 12:13 Uhr

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