Zurück aus der weiten Welt

Organisieren den Jugendaustausch: Henner Schwerk (li.) und Thomas Quack.
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Organisieren den Jugendaustausch: Henner Schwerk (li.) und Thomas Quack.

Jugendaustausch mit dem Rotary Club Plön: Schüler waren in Australien, Ecuador und Brasilien

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16. Juli 2018, 17:32 Uhr

Die Sticker an ihren schwarzen Sakkos zeigen, dass sie in der weiten Welt unterwegs waren und viele Menschen getroffen haben. Doch nun sind Robert Quack, Matthis Clausen und Moritz Petersen wieder wohlbehalten im heimischen Plön. Ihn allen ist gemein, dass sie 17 Jahre alt sind, das hiesige Gymnasium besuchen und Austauschschüler sind. Möglich gemacht hat diesen Jugendaustausch der Rotary Club Plön mit ihrem Jugenddienstbeauftragten Thomas Quack und Henner Schwerk, der für den Jugenddienst in den Regionen Schleswig-Holstein und Hamburg zuständig ist.

Für die drei Schüler fand der Jugendaustausch zwischen Sommer 2017 und Sommer 2018 statt. Und obwohl die Reiseziele völlig unterschiedlich waren, sind sie nach dem etwa einjährigen Aufenthalt einer Meinung: Solch einen Austausch können wir jedem empfehlen.

Robert war zu Gast in Australien. Sogar in fünf Familien verweilte er, die allesamt in der Großregion Brisbaine wohnen. „Die Menschen dort sind sehr freundlich“, blickt Robert gerne zurück. Ungewöhnlich war das Weihnachtsfest, das auf der Südhalbkugel in die dortigen Sommermonate samt Sommerferien fiel.

Matthis weilte in Ecuador in einer Großstadt namens Machala mit über 300 000 Einwohnern. „Von der Mentalität sind die Menschen alle sehr offen“, berichtet er. „Alle sind freundlich und relaxt.“ Der schönste Abstecher während des Aufenthalts führte ihn von der Küstenregion zum Amazonas.

Ebenfalls auf sehr aufgeschlossene Menschen traf Moritz, der in Brasilien in der Hauptstadt Brasilia weilte. „Ein großes Erlebnis war eine 28-tägige Busreise an der Küste entlang“, erzählt er. „Das Land ist riesig und es war, als hätte ich drei verschiedene Länder kennengelernt.“

Dieser Jugenddienst sei ein bedeutender Schwerpunkt in der Arbeit der Rotary-Clubs, betonen Thomas Quack und Henner Schwerk. In der Region gebe es 50 Rotary-Clubs und dem entsprechend würden auch etwa 50 Schüler zu solch einem Austausch geschickt. Dass Plön so gut vertreten sei, lag daran, dass nicht jeder Club einen Schüler stellte. „Der jeweilige Schüler muss es natürlich auch wollen“, erklärt Thomas Quack. „Der Schritt zu so einem Austausch muss von ihm selber kommen.“ Dann sei es für ihn leichter zu bewerkstelligen, verschiedene Lebenswirklichkeiten der Menschen kennenzulernen. Im Regelfall lerne ein Schüler zwei verschiedene Familien pro Aufenthalt kennen. Kontakt nach Hause ist erlaubt, sollte aber nicht zu eng sein. Das Internet macht vieles möglich, doch Eltern müssen auch lernen, ihren Sohn oder ihre Tochter für diese Zeit loszulassen.

Gegenbesuche von Schülern fremder Länder gehören natürlich auch zum Austausch. Dabei wird aber nicht von Familie zu Familie getauscht. Wer wo hinkommt, liegt in der Verantwortung verschiedener Rotary-Institutionen. „Rotary ist eine weltweite Drehscheibe“, erklärt Henner Schwerk, der sich freut, dass durch sein überregional bedeutendes Amt „Plön nun fast ein Schwerpunkt“ geworden ist.

Die Rotarier sehen den Schüleraustausch als Friedensdienst, betont Thomas Quack. „Junge Menschen lernen Länder und Menschen kennen.“

Der Austausch werde wie gehabt weiter geführt. Bewerbungen von Jugendlichen, die während des Austausches etwa 16 oder 17 Jahre alt sein sollen, werden entgegen genommen – Bewerbungen sind bis Mitte September per E-Mail an mail@drquack.de möglich. Für die ausgewählten Schüler gibt es dann wohl auch wieder die schwarzen Sakkos, auf denen ganz viel Platz ist für Sticker von Menschen, die man dann kennenlernt.

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