Zur falschen Zeit richtig gehandelt

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Ein Eutiner stoppte einen Betrunkenen, setzte sich dann aber ohne Führerschein selbst ans Steuer - und war vermutlich selbst „blau“.

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28. Juli 2014, 11:21 Uhr

Dumm gelaufen: Weil er einen betrunkenen Autofahrer stoppte, wird es ein Eutiner Kioskbesitzer vermutlich bald mit der Justiz zu tun bekommen. Denn erstens setzte er sich selber nicht mehr ganz nüchtern ans Steuer – und zweitens fehlt ihm dafür überhaupt der Führerschein.

Das Ganze geschah am Sonntagabend. Laut Polizeibericht wollte ein 74-jähriger Berliner nach Aufenthalt an einem Kiosk um 21.45 Uhr wegfahren. Da er alkoholisiert wirkte, habe seine 70-jährige Lebensgefährtin die Fahrertür geöffnet und versucht, ihm den Autoschlüssel wegzunehmen. Nach Zeugenhinweisen soll der Fahrer das aber ignoriert haben und dann angefahren sein, wobei die Frau leicht mitgeschleift wurde. Daraufhin griff der
Kioskbesitzer ein, stoppte die Fahrt und fuhr den Wagen zurück auf einen Parkplatz.

Dann aber erschien die Polizei und bemerkte, dass viel Alkohol im Spiel war. Ein freiwilliger Test ergab bei dem Berliner einen Wert von 1,72 Promille. Bei dem hilfsbereiten Kioskbesitzer ergab der Test 2,37 Promille. Da der
51-Jährige angab, dass er erst nach der Fahrt getrunken habe, wurden zwei zeitversetzte Blutproben genommen. Zudem wird er sich, so die
Polizei, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten müssen.


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