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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 01:28 Uhr

Zum Abschied gab es Tränen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Malenter Schüler und Lehrkräfte nahmen in der Türkei am Start des Erasmus-Projekts „Europe – Powered by Nature“ teil

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 10:20 Uhr

Das Thema Geothermie stand im Mittelpunkt eines Treffens im türkischen Kizilcahamam, an dem sechs Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte der Schule an den Auewiesen teilnahmen. In dem 60 Kilometer nördlich der türkischen Hauptstadt Ankara gelegenen Ort seien gemeinsam mit den Malentern mehr als 50 Schüler aus Finnland, Polen, Rumänien und der Türkei zusammengekommen, berichtete Astrid Fock, stellvertretende Leiterin der Schule an den Auewiesen und Projektkoordinatorin. Es sei das erste Arbeitstreffen des gemeinsamen Erasmus-Projektes „Europe – Powered by
Nature“ gewesen, das durch die EU gefördert werde.

Nicht nur Besichtigungen und eine viel beachtete Plakatausstellung auf dem Rathausplatz hätten zum Programm gehört, sondern auch der Besuch des örtlichen Geoparks. „Hier erfuhren die interessierten 13- bis 16-Jährigen vieles über die Entstehung vulkanisch geprägter Landschaften und die Bedeutung von Lavagesteinen und Fossilien“, berichtete Astrid Fock.

Als Zeichen des gemeinsamen Anliegens und Projektes übergab die Lehrerin allen Schulen im Rahmen eines Festaktes ein Türschild mit dem gemeinsamen Logo. Dieses sei in einem Schülerwettbewerb im November 2014 ausgewählt und erstellt worden. Neben der Schule an den Auewiesen sind folgende Schulen beteiligt: Imam Hatip Ortaokulu, Kizilcahamam, Türkei; Scoala Gimnaziala Butea, Rumänien; Zespol Szkol, Barwice, Polen und Mikkelin Lyseon koulu, Mikkeli, Finnland.

Ein Höhepunkt der Reise sei jedoch die Unterbringung aller beteiligten Teenager in türkischen Gastfamilien gewesen. Habe es zunächst noch Unsicherheiten und Bedenken gegeben, seien diese bereits bei der herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber verflogen gewesen. „Die Familien nahmen ihre ,neuen Kinder‘ freundlich auf und zeigten eine überwältigende Gastfreundschaft“, berichtete Astrid Fock. Sogar die Lehrerinnen sein zum Abendessen eingeladen worden. Dabei habe sich der Tisch wegen der vielen verschiedenen angebotenen Speisen gebogen. „Es war kaum möglich, alles zu probieren.“

Hätten die Englischkenntnisse einzelner Familienmitglieder einmal nicht ausgereicht, habe man sich mit Händen und Füßen verständigt oder eine Übersetzungsapp genutzt. „Nach einer Woche flossen bei so mancher Schülerin die Abschiedstränen, denn man war sich nahe gekommen“, sagte Astrid Fock. Sie ist sich sicher: „Die Eindrücke einer anderen Kultur werden sich erhalten.“ So seien die Ziele dieses europäischen Projektes vollständig erreicht worden. Das nächste Treffen soll im Herbst 2015 in Rumänien stattfinden.

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