zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

24. September 2017 | 12:38 Uhr

Eutin : „Zukunftsweisende Entscheidung“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sondersitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Ostholstein: Gründung der neuen Sparte-Breitband beschlossen

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2016 | 10:57 Uhr

Einstimmig – so lautete am Donnerstag das Ergebnis der Abstimmung zum Ausbau des Breitbandinternets im ländlichen Raum des Kreises Ostholstein. 29 Gemeinden haben damit den Zweckverband Ostholstein (ZVO) mit der Gründung einer Breitband-Sparte beauftragt. „Das ist eine zukunftsweisende Entscheidung“, sagte Klaus Winter (Foto), Vorsitzender der ZVO-Verbandsversammlung, die gestern aufgrund der vielen anwesenden Bürgermeister und deren Stellvertreter im Ostholstein-Saal des Kreises stattfand.

Das Kerngebiet von Städten oder Gemeinden sei meist gut versorgt, die Randgebiete hingegen nicht. Nur in diesen „weißen Flecken“ dürfe ein öffentlich-rechtliches Unternehmen wie der ZVO nun tätig werden, erklärte Gesine Strohmeyer (Foto), ZVO-Verbandsvorsteherin.

Für den Betrieb der Infrastruktur werde es eine eurpaweite Ausschreibung geben. Dafür wurde Ostholstein in vier Bauabschnitte unterteilt, für die sich Netzbetreiber bewerben können. Wer den Zuschlag bekommt, wird dann zum Vertragspartner für die die Endverbraucher, die bei ihm Hochgeschwindigkeits-Internet, HD-Fernsehen und Telefonie buchen können. Die Netzbetreiber müssen wiederum Pacht an den ZVO zahlen. Parallel zur Ausschreibung wird der ZVO versuchen, Bundesfördermittel zum Breitbandausbau zu erhalten. Die Anmeldung dazu werde bereits im Juni erfolgen, so Strohmeyer.

Das Gesamtinvestitionsbudget schätzt der ZVO auf 95,383 Millionen Euro – ehemals war man von mehr als 200 Millionen ausgegangen. Dass die Kosten und damit die einzelnen Anteile der Gemeinden („Anschubfinanzierung“, gewichtet nach Einwohnerzahl) gesunken sind, lässt den hohen Grad an Zuspruch für den Breitband-Schulterschluss verständlich werden. Die jeweilige „Anschubfinanzierung“ für das leistungsfähige Glasfasernetz liegt im vier- bis fünfstelligen Bereich. Letztlich spiegelte sich das auch im einstimmigen Ergebnis der Versammlung wider. Je mehr Förderung das Vorhaben erhalte, desto weniger stark würden die Gemeinden finanziell belastet, hieß es. Und sobald mehr als 60 Prozent der Haushalte mitmachen und genügend Fördergelder fließen, könnte das gesamte Vorhaben sogar auf der Ertragsseite landen. Für die gesamte Finanzierung haben bereits Banken aus der Region „grünes Licht“ gegeben. Gleiches habe auch die Kommunalaufsicht bereits signalisiert, so Strohmeyer.

Bis Ende 2018 plant der ZVO das Breitband-Netz zu bauen. „Dazu benötigen wir wieder die Unterstützung der Gemeindevertreter“, blickte Strohmeyer voraus.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen