Plön : Zukunft der Platanen nicht entschieden

Die Stadt weist die Angriffe vom Naturschutzbund scharf zurück.

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09. Dezember 2009, 11:46 Uhr

plön | Die "Sensibilität im Umgang miteinander" vermisste Plöns Nabu-Vorsitzender Fritz Heydemann im Umgang mit städtischem Grün. Diese Sensibilität mahnen jetzt Bürgermeister Jens Paustian, der Ausschussvorsitzende Bernd Möller (SPD) sowie Bauamtsleiter Peter Klink im Umgang des Naturschutzbundes (Nabu) mit den Planern und der Stadt an.

"Es ist nichts entschieden", erklärte Bürgermeister Paustian vor Journalisten. Eine von mehreren Überlegungen sei gewesen, fünf Platanen zu fällen und dort neue Bäume zu pflanzen. Verärgert ist die Stadt darüber, dass vom Nabu vor der scharfen Presseerklärung kein Kontakt zur Stadt gesucht und Argumente ausgetauscht wurden.

Wie Peter Klink ergänzte, habe er inzwischen mit Fritz Heydemann Kontakt aufgenommen. Die Stadt nehme ihre Baumschutzsatzung sehr ernst, so Jens Paustian weiter. Zur Grundlagenermittlung, in der man sich bei der Planung jetzt befinde, gehörten aber Überlegungen in alle Richtungen.
Der Beschnitt spornt die Platanen geradezu an, noch flotter zu wachsen
Die Platanen in der Lübecker Straße seien zwar ortsbildprägend, aber andererseits so groß geworden, dass sie den Maßstab der umgebenden Bebauung sprengten. Sie verdeckten zwar die von manchen als hässlich empfundene Fassade, beschatteten jedoch die Wohnungen und minderten deren Wert.

Die Kronenrückschnitte, zu denen man sich vor einigen Jahren trotz erheblicher Kosten entschloss, erfordern alle drei Jahre die Wiederholung der Arbeit durch eine Fachfirma samt Hubsteiger. Doch der Beschnitt spornt die Platanen geradezu an, noch flotter zu wachsen.

Ob ein stärkeres Einkürzen der Bäume um etwa ein Drittel möglich sei, um sie in eine "maßstäbliche Größe zur Bebauung" zu bringen, sei umstritten. Wenn die Platanen fallen sollten, werde in jedem Fall ein nachhaltig passendes "Straßenbegleitgrün" gepflanzt.

Der von Fritz Heydemann erweckte Eindruck einer "baumfreien Lübecker Straße" sei niemals diskutiert worden. Die Stadt und der Ausschuss wünschten sich einen direkten und offenen Austausch über alle Denkansätze. Dass sich der Nabu für den Erhalt der Bäume einsetze, sei völlig in Ordnung.

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