Zuhause für kleine Entdecker

Die Kindergartengruppe freut sich mit den Erziehern Meike Riemer (li) und Christoph Kohrt über ihren neuen Unterschlupf, dessen Außenwände sie auch selbst mitbemalen durfte.
Die Kindergartengruppe freut sich mit den Erziehern Meike Riemer (li) und Christoph Kohrt über ihren neuen Unterschlupf, dessen Außenwände sie auch selbst mitbemalen durfte.

Waldkindergarten weiht das neue Basislager namens ‚Waldkiste‘ ein / Finanzierung durch Fördergelder

shz.de von
19. Juli 2015, 10:54 Uhr

„Endlich haben wir hier ein komplett fertiges Basislager, quasi unsere kleine Festung“, sagt Christoph Kohrt, als er auf den mit verschiedenen Motiven aus Flora und Fauna bemalten ‚Waldwagen‘ schaut. Der Wagen sei das letzte entscheidende Puzzleteil in dem Projekt Waldkindergarten, das Kohrt und seine Kollegin Meike Riemer vor gut einem Jahr mit der Kindertagesstätte Regenbogenhaus ins Leben gerufen haben. In Zukunft können die 15 Kinder der Gruppe zwischen drei und sechs Jahren hier Schutz vor typisch schleswig-holsteinischem Schmuddelwetter finden, doch das Lager soll auch als Ausgangspunkt für die täglichen Wanderungen an den Höftsee oder den Behler See dienen.

Die Kosten für Anschaffung und Ausbau des knapp 25 Quadratmeter großen Anhänger und der etwa gleichgroßen und überdachten Veranda schätzen sie auf rund 50  000 Euro, der Hauptteil wurde durch die Fördergelder der Umweltlotterie Bingo (18  000 Euro), der Klara Samariter Stiftung (14  000 Euro) sowie der Beatrice Nolte Stiftung (3000 Euro) finanziert. Den Restbetrag übernahm dann die Kirchengemeinde Plön. „Bei den ersten Planungen für ein eigenes Basislager hätten wir allerdings nicht mit so einem Aufwand gerechnet“, gibt Christoph Kohrt zu. Als es hieß, man organisiere dafür eine Art umgebauten Bauwagen, hätten alle auch tatsächlich zunächst an einen richtigen Wagen mit Rädern gedacht. „Als die Baufirma dann damit begann, ein richtiges Fundament zu gießen, war die Überraschung groß.“

Für die Kinder sind Finanzierung und baulicher Aufwand des Lagers naturgemäß nur Nebensache, sie freuen sich über ihre neue Festung, die von der Gruppe bereits auf den Namen ‚Waldkiste‘ getauft wurde. „Die Kinder haben erstaunlich schnell eine recht tiefe Bindung zu dem ganzen Gelände entwickelt“, sagt Meike Riemer. So machen die Kleinen mit größtem Eifer beim Müllsammeln mit, um alles sauber zu halten und waren mit großer Begeisterung an der farblichen Umgestaltung beteiligt. „Hier gebührt aber vor allem auch allen Eltern ein Dank, ohne deren freiwilliges Engagement wären die Waldmotive nicht so schnell fertig geworden.“

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