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„Zu sagen, dass wir uns nicht kümmern, stimmt nicht“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 14:32 Uhr

Die Berichterstattung des OHA über die erbarmungswürdige Unterbringung von Flüchtlingen in der städtischen Obdachlosenunterkunft am Lindenbruchredder fand im Hauptausschuss großen Widerhall. Die Zustände dort seien menschenunwürdig, stellte Detlev Kloth (SPD) fest, Matthias Rachfahl (CDU) sprach von einem „katastrophalen Bauzustand“. Einig waren sich alle Fraktionen, dass eine gemeinsame Ortsbesichtigung und schnelles Handeln der Verwaltung notwendig seien; dies soll vom Bau- und vom Sozialausschuss abgestimmt werden.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz betonte, dass der Politik in dieser Angelegenheit keine Vorwürfe träfen. Den Hut bei der Unterbringung von Flüchtlingen habe die Verwaltung auf – und die unternehme eine Menge. So seien in diesem Jahr bereits 72 000 Euro in die bauliche Unterhaltung der Unterkünfte investiert worden. Die meisten der deutschen Obdachlosen seien anderswo nicht integrierbar, das habe die Vergangenheit erwiesen. Für Flüchtlingsfamilien sei es immer mal wieder möglich, eine Wohnung anzumieten; für Einzelpersonen,
zumal ohne Deutschkenntnisse, sei das viel schwieriger. Die Verwal-
tung habe aber einige Objekte im
Auge, die vielleicht bald zur Verfügung stünden. „Zu sagen, dass wir uns nicht kümmern, stimmt nicht.“

Detlev Kloth forderte aber mehr Aktivitäten, zum Beispiel, das Prüfen einer Aufstellung von Wohncontainern auf dem Festplatz. Dem Vorschlag hielt Schulz entgegen, dass die Container erst in sechs Monaten verfügbar sein würden. Klar sei, dass alle Lösungen mit zusätzlichen Ausgaben verbunden seien, wofür die Stadtvertreter erst grünes Licht geben müssten.

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