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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 22:59 Uhr

Eutin : ZOB: „Investition in die Zukunft“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Alle Haltestellen an einem Platz: Eutiner Busbahnhof wird für 1,85 Millionen Euro neugestaltet. Neubau soll Sommer 2018 fertig sein.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 04:00 Uhr

Vom alten ZOB vor dem Bahnhof ist nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen Rohre, Bagger und Bauzäune: „Wir stecken mittendrin in der Umgestaltung unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk gestern zum offiziellen Spatenstich des neuen Busbahnhofes im Beisein von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP), Stadtvertretern und den beiden Bundestagsabgeordneten des Kreises, Ingo Gädechens (CDU) und Bettina Hagedorn (SPD).

Für rund 1,85 Millionen Euro wird der ZOB modern und barrierefrei gestaltet, alle acht Haltestellen sollen um eine Warte-Insel mit teilweiser Überdachung angeordnet werden. Die Busse, die bisher auf Seiten der Elisabethstraße Halt machten, sollen künftig ebenso auf der Bahnhofseite beim neuen ZOB halten. „Für Eutiner und Touristen soll es einen Anlaufpunkt geben, das ist der städteplanerische Ansatz“, erklärte Behnk. Insgesamt kostet die Maßnahme Bahnhofsvorplatz (schon fertig) und ZOB-Neubau rund vier Millionen Euro, knapp zwei Millionen Euro sind davon Fördermittel des Bundes, die das Land weiterverteilt. „Der Schuldenstand der Stadt ist immens, aber wir investieren in die Zukunft. Der ZOB ist wichtig für den Verkehr – für Eutin und das Umland“, betonte Behnk. Und er hoffe, dass den öffentlichen Mitteln private folgen. Behnk: „Experten sagen, dass jeder öffentlich geförderte Euro das Sieben- bis Zwölffache an privaten Investitionen nach sich zieht. Mir würden sieben schon reichen, das wäre für unserer Stadt gut.“

Dass der bisherige ZOB in die Jahre gekommen war, wusste der neue Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz aus eigener Erfahrung zu berichten. Wann immer das Motorrad nicht fuhr, habe er den öffentlichen Nahverkehr über Eutin zu seinem „zweiten Standbein“ in Bosau genutzt. „Das Geld, das in Infrastruktur investiert wird, ist gut investiertes Geld, denn wir müssen etwas für die Steigerung der Attraktivität des Nahverkehrs für die Menschen vor Ort machen“, so Buchholz. Außerdem liege ihm als Tourismusminister der Binnenlandtourismus am Herzen: „An den Küsten geschieht viel, da boomt es regelrecht. Im Binnenland ist viel möglich, aber auch noch viel zu tun.“ Es sei richtig, dass das Land „hier etwas mehr Geld“ ausgebe, so Buchholz. Und gute Nachrichten hatte er auch für den Förderantrag der Stadt, der noch beim Land liegt, zur Unterstützung der Fahrradüberdachung am Bahnhof: „Da werden wir uns schon einig.“

Für den Neubau mussten zwei Häuser abgerissen werden (wir berichteten), außerdem sei die Bahn ein sensibler Nachbar, sagte Jürgen Gödecke von der Firma Höger und Partner, die als ortsansässiges Unternehmen die Bauleitung für die Stadtsanierung für das Büro RMP übernommen hat (wir berichteten). „Es werden rund 5500 Quadratmeter Verkehrsfläche geschaffen, dazu gehören neben dem ZOB auch Straßen und Gehwege. Der Löwenanteil der Summe geht in die Oberflächen“, erklärte Gödecke. Wie auf dem Bahnhofsvorplatz auch werde das historische Pflaster Bockhorner Klinker für die Oberflächen verwendet. Außerdem werden 800 Meter Borde versetzt und rund 800 Meter Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Ein Viertel der Warteinsel werde überdacht, die Begrünung passe sich an die des Bahnhofvorplatzes an. „Wer wissen will, wie schön es mal aussieht, muss sich von der Baustelle nur umdrehen und in Richtung Bahnhof schauen“, sagte Gödecke, der der ausführenden Firma Dewenter „eine glückliche Hand und einen gnädigen Wettergott“ wünschte, damit der Neubau wie geplant im Juli 2018 fertig ist.

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