Ziel: Natur und Tourismus entwickeln

Aktiv-Region, Tourismuszentrale, Naturparkverein und Integrierte Station vereinheitlichen ihre Aktivitäten

shz.de von
29. Mai 2018, 11:48 Uhr

Ihr gemeinsames Ziel ist es, Natur und Tourismus zu entwickeln: Wenn in der Holsteinischen Schweiz Wanderwege beschildert werden, an der Schwentine Kanueinsatzstellen neu entstehen, eine Naturerlebniskarte für Blinde und Sehbehinderte heraus kommt oder eine Touren-App Urlaubern den Weg weist, wirken vier Institutionen in der Region eng zusammen. Alle tragen die Holsteinische Schweiz im Titel und haben ihre Wort-Bild-Marken im Logo angepasst. In Malente stellten die Geschäftsführer Thea Daubitz vom Naturparkverein Holsteinische Schweiz mit Sitz in Plön, Carsten Burggraf (Integrierte Station Holsteinische Schweiz/ISHS, Eutin), Per Köster und Caroline Backmann (Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz/ TZHS, Plön) sowie Günter Möller (Regionalmanager Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz, Malente) ihre Arbeit vor.

„Es gibt viele Schnittmengen und fließende Übergänge“, erklärte Backmann. Als nächstes Projekt werde in Kooperation mit der TZHS im Naturparkverein eine weitere Stelle geschaffen, um Naturerlebnisprojekte zu entwickeln und die Online-Auftritte zu verbinden, gaben Daubitz und Backmann ein Beispiel der Zukunft. Am Wasserwanderweg Schwentine könnten Biwakplätze und weitere Kanueinsatzstellen entstehen. Weiterer Schwerpunkt des 1986 gegründeten gemeinnützigen Naturparkvereins ist die Umweltbildung unter Berücksichtigung des Naturschutzes. Mitglieder im Naturpark sind 30 Gemeinden und Städte und die Kreise Ostholstein, Plön und Segeberg.

Die Wertschätzung der Natur ist Schnittmenge mit der ISHS, die 2017 in Eutin als „Auenstation“ des Landes und Außenstelle des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR, Flintbek) mit dem Schwerpunkt Naturschutzarbeit eröffnet wurde. Ihre Aufgabe ist es, zu beraten und Aspekte von Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Wasserwirtschaft, Tourismus, Regionalentwicklung, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zu verknüpfen. Besonderes Augenmerk gilt laut Burggraf den Gewässern.

„Der Tourismus ist ein Wirtschaftsfeld, das wir gut beackern können. Wir brauchen keine Riesensummen, wenn wir etwas bewegen wollen“, erläuterte „Geldgeber“ Günter Möller. Der Regionalmanager des 2008 ins Leben gerufenen Zusammenschlusses von Kommunen, Verbänden, Vereinen, Wirtschafts- und Sozialpartnern und Bürgern sieht seine Aufgabe auch darin, Ideen aufzunehmen und weiter zu tragen. Eine Arbeit mit Vorlauf: „Es sind immer zwei Jahre ’rum, bis Kiel, Berlin und Brüssel so weit sind“, beschreibt er den Weg vom Antrag bis zur Bewilligung. Die Aktiv-Region verwaltet die Fördermittel von EU und Land und verteilt diese auf Antrag. Für die Periode 2016 bis 2020 sei bisher die Hälfte der verfügbaren 2,8 Millionen Euro ausgegeben.

Vierte im Bunde ist der 2010 gegründete Zweckverband TZHS mit seinen Mitgliedern Eutin, Plön, Malente, Bosau, Dersau, Schönwalde, Bösdorf und Grebin. Die TZHS hat ihren Schwerpunkt im Bereich Tourismusmarketing und vertritt die Region überregional und auf Landesebene, entwickelt Themenkampagnen, vermarktet und verknüpft Kulturakteure. Alle vier gemeinsam vertreten die Region alljährlich auf der „Grünen Woche“ in Berlin, gab Köster ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Werbung.

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