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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 18:23 Uhr

Zeitplan für neue Brücke in Gefahr?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorarbeiten für das Projekt in der Malenter Hindenburgallee drohen zu scheitern

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 15:41 Uhr

Der Zeitplan für den geplanten Brückenneubau in der Malenter Hindenburgallee wackelt. Die Vorarbeiten für den Ersatz der alten Brücke im Zuge der Landesstraße 56 sind zum Erliegen gekommen. Ob sich der Plan, zahlreiche Versorgungsleitungen im Bett der Schwentine zu verlegen, noch realisieren lässt, steht in den Sternen. Auslöser der Probleme ist Grundwasser, das in die mit Spundwänden gesicherte Baugrube im Flussbett eindringt.

Mit Spüllanzen hat die beauftrage Baufirma versucht, die Grube in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen „Intermar“-Hotel trockenzulegen, doch gegen das nachströmende Grundwasser sind die Pumpen machtlos. „Wir kommen mit dem Equipment nicht zu Rande“, erklärt Frank Petzolt, Projektleiter bei der Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz), der die Bauarbeiten für insgesamt neun Versorger koordiniert. Das Problem: Einfach tiefere Löcher zu bohren und stärkere Pumpen einzusetzen, birgt ein mögliches Risiko. Erdschichten könnten in Bewegung geraten und die Standsicherheit umliegender Bauwerke gefährden. Deswegen habe man ein Ingenieurbüro beauftragt, zu prüfen, wie die Baugrube trockengelegt werden könne. Frühestens morgen erwartet Petzolt Ergebnisse.

Zwar existiert bereits ein geologisches Gutachten, das der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) für den Brückenneubau erstellen ließ. Doch obwohl SH Netz dies zu Rate zog, stieß man auf ungeahnt schwierige Bodenverhältnisse.

Im schlimmsten Fall müsse die Baustelle unverrichteter Dinge zurückgebaut werden, sagt Petzolt. Das hätte auch Konsequenzen für den geplanten Brückenneubau. Denn dann müssten die Versorgungsleitungen wieder wie bislang an der Brücke befestigt werden. Dafür ist die nun geplante Brücke aber nicht ausgelegt. Der LBV müsste neu planen. Welche Auswirkungen das auf den Zeitplan für den Brückenbau hätte, darüber mochte der Lübecker LBV-Leiter Jens Sommerburg gestern keine Aussage treffen.

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