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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 09:58 Uhr

Zeitplan für den Belttunnel wackelt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dänemarks Verkehrsminister Magnus Heunicke sieht eine Reihe von Hürden

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 17:57 Uhr

Dänemarks Verkehrsminister Magnus Heunicke stellt in Frage, dass die Fehmarnbelt-Querung wie bisher geplant 2021/22 fertig wird. Es gebe „eine Reihe von Herausforderungen, die wir geklärt haben müssen, wenn der Zeitplan eingehalten werden soll“, sagte der sozialdemokratische Politiker unserer Zeitung. Dazu zählt Heunicke die seiner Ansicht nach zu hohen Preisvorstellungen der Baukonsortien, den unklaren Umfang der EU-Zuschüsse und die Baugenehmigung aus Deutschland.

Vor allem zum letzten Punkt erhofft sich Heunicke belastbare Informationen, wenn er heute in Berlin mit seinem deutschen Amtskollegen Alexander Dobrindt und Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube über die deutsch-dänische Verkehrsachse berät. Der Kopenhagener Minister betonte, dass Dänemark morgen seine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Belttunnel abschließt, indem die Regierung dem Parlament das Baugesetz für den Tunnel zuleitet. Bis zum endgültigen Beschluss über den Bau im Folketing will Heunicke allerdings wegen der ungeklärten Fragen bis zum Herbst warten.

Seinen schleswig-holsteinischen Ressortkollegen Reinhard Meyer hat Heunicke gestern telefonisch darüber informiert, dass Dänemark die von den Bieter-Konsortien derzeit auf 6,6 Milliarden Euro bezifferten Baukosten herunterhandeln will. Meyer äußert dafür großes Verständnis. Von dem Treffen in Berlin wünscht sich Meyer, dass die Deutsche Bahn einen konkreten Zeitplan für ihre Schienenanbindung des Tunnels quer durch Ostholstein vorlegt. Zum Zeitplan des vom Land betriebenen Planfeststellungsverfahrens wiederum wollte Meyers Ministeriums keine genaueren Prognosen abgeben. Alles hänge davon ab, bis wann die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S die 3000 Einwendungen gegen das Projekt abgearbeitet habe.

Bahn-Sprecherin Maja Weihgold sagt, das Planfeststellungsverfahren für den ersten von sechs Abschnitten könne 2016 eingeleitet und der Bau 2019 begonnen werden kann. Die Planfeststellung der letzten Etappen könne sich aber bis bis 2020 hinziehen. Seite 17 / Kommentar Seite 21

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