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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 17:07 Uhr

„Zeichen der Zeit erkannt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wie ist die Region in Sachen Tourismus aufgestellt? Eine Ortsbegehung der Landräte von Plön und Ostholstein lieferte in Timmendorfer Strand wichtige Hinweise für die Zukunft.

Das Teehaus auf der Seeschlösschenbrücke war kein Ort, um Finger in Wunden zu legen. Im Gegenteil: „Timmendorf schafft es erfolgreich, die touristische Infrastruktur nach vorn zu bringen“, sagte gestern Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und lobte damit die Investitionen des Ostseebades der vergangenen Jahre. 8,5 Millionen Euro seien in dem Ort in die Hand genommen worden – vier Millionen davon allein von der Gemeinde –, um den Gästen etwas zu bieten; sei es fürs Auge, den Gaumen oder die gute Nachtruhe. Dennoch sei noch eine Menge zu tun, so Sager.

Von Hemmelsdorf über Niendorf bis zum Teehaus reichte die Info-Tour von Sager und seiner Amtskollegin des Kreises Plön, Stephanie Ladwig. Während in Hemmelsdorf die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Fischereihofes ebenso wie im Niendorfer Fischereihafen – hier beim Ausstellungszentrum zur Fischerei – noch laufen, schlenderten Sager und Ladwig vom bereits fertiggestellten „Niendorfer Balkon“ vorbei an der neuen Seebrücke die Promenade entlang in Richtung Timmendorfer Strand. Unterwegs wurde auf halber Strecke ein Info-Stopp beim neuen Hotel „Seehuus“ eingelegt. Ende der Ortsbegehung war „eine weitere Innovation“, so Sager: das Teehaus.

Das Fazit: Private würden öffentlichen Investitionen folgen. „Die Gemeinden haben die Zeichen der Zeit erkannt“, sagte Ladwig. „Aber wir brauchen die Hilfe der Kreise“, sagte Joachim Nitz. Der Tourismuschef von Timmendorfer Strand, betonte, dass es wichtig sei, „im Gleichschritt zu sein“. Ideen und Visionen müssten rechtzeitig beim Kreis als Genehmigungsbehörde vorgestellt werden, ergänzte Sager. Dann könnte zeitnah geplant werden.

Einen Nachholbedarf in Sachen Hotels im gehobeneren Segment und bei der Qualität der kleineren Unterkünfte wurde der Region ebenfalls bescheinigt – zumindest gegenüber dem Nachbarn und Konkurrenten Mecklenburg-Vorpommern. Denn: „Der Tourismus wird politisch oft noch unterschätzt“, sagte Ladwig und warb für weitere Investitionen. Bis 2020 sei ein Bedarf von etwa 60 Millionen Euro im Bereich Tourismus und Gewerbe in der Region prognostiziert worden. Nun sei es wichtig, entsprechende Fördertöpfe zu finden, so Sager. Denn aufgrund neuerer EU-Bestimmungen müssen jetzt neue Förder-Ansätze gefunden werden – wie die E-Mobilität oder der Klimaschutz. „Es wäre fatal, wenn diese Mittel an uns vorbeigehen“, sagte Sager.

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erstellt am 06.Okt.2014 | 15:30 Uhr

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