zur Navigation springen

Zehnjähriger Timon Zender schaut sich schon mal in der Politik um

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Mai.2017 | 21:55 Uhr

Schwarze Hose, weißes Hemd, moderne Frisur, mal einen roten Schlips, mal einen blauen Binder und stets die schwarze Aktentasche dabei. Man denkt bei der Beschreibung gleich an einen gestandenen Verwaltungsbeamten oder Banker. „Ich würde gern Politiker oder Forscher werden“, sagte der erst zehnjährige Timon Zender entschlossen. Er war am Mittwoch Gast in der Ratsversammlung und schaute entsprechend gestylt ein paar Tage zuvor auch schon mal beim städtischen Hauptausschuss vorbei.

Timon Zender aus Plön gehört seit neuestem zu den Gästen städtischer Gremien. Er ist dabei natürlich mit Abstand der Jüngste. „Gemeinsam mit meinem Vater habe ich mir im Fernsehen das Duell von Torsten Albig und Daniel Günther angesehen“, sagte Timon. Das habe ihn bestärkt, sich politisch zu interessieren. Übrigens: Für Timon Zender ist Daniel Günther der Sieger des Abends.

Warum nun Hauptausschuss und Ratsversammlung? „Naja, mein Vater Jan Zender ist Mitglied der CDU-Ratsfraktion und da dachte ich, ich schaue meinem Papa mal dabei zu“, schmunzelte Timon, der gerade die vierte Klasse an der Rodomstorschule besucht und ab Sommer auf das Gymnasium Schloss Plön geht. Und in der Rodomstorschule macht Timon mit seiner Klasse gerade beim OHA-Projekt „Zeitung in der Schule“ mit. „Da habe ich vor kurzem eine aus dem OHA selbst erstellte Zeitung gebaut und dabei gleich vieles über Politik untergebracht“, sagte Timon begeistert.

Ja, die Politik hat es dem Zehnjährigen schon angetan. „Ich könnte mir vorstellen, mal Ministerpräsident oder auch Parteivorsitzender zu werden“, sagte der Nachwuchspolitiker. Und für welche Partei? Für die CDU oder die FDP. „Timon schaut sich auf Youtube schon Filme über Christian Lindner an, den findet er toll“, schmunzelt Vater Jan Zender.

Timon ist sowieso sehr engagiert. Einem Kind in Afrika überweist er monatlich zehn Euro für ein besseres Leben: „Dafür arbeite ich dann zu Hause, sammele Steine und mache mich nützlich.“ Aber er würde auch gern mal echten Politikern im Landtag und im Bundestag bei der Arbeit über die Schultern schauen.

Dann nimmt Timon seine Aktentasche und zieht an der Hand seines Papas aus der Schiffsthalaula. Übrigens: In der Aktentasche hat Timon sein Handy, einen Schlüssel sowie einen Schreibblock und einen Stift.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen