Eutin : Zehn Jahre Mittagstisch der Kirche

Um die 30 Personen stark ist der Helferinnenkreis, der wöchentlich das Essen für den Mittagstisch zubereitet - hier bei einem Treffen in diesem Frühjahr. Foto: OHA-Archiv
Um die 30 Personen stark ist der Helferinnenkreis, der wöchentlich das Essen für den Mittagstisch zubereitet - hier bei einem Treffen in diesem Frühjahr. Foto: OHA-Archiv

Beim ersten Mal kamen 17 Gäste. Mittlerweile werden an die 60 Menschen "bekocht". Ein neuer Herd soll Helferinnen die Arbeit erleichtern.

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09. August 2011, 12:19 Uhr

Eutin | Mit einem Empfang wollen Kirchengemeinde und Helferinnenkreis am Freitag, 19. August, ab 11 Uhr das zehnjährige Bestehen des Eutiner Mittagstisches feiern. Am 17. August 2001 war die diakonische Einrichtung der Eutiner Kirchengemeinde ins Leben gerufen worden, erinnert sich Propst Matthias Wiechmann mit daran, "wie wir zum ersten Mal die Türen des Evangelischen Gemeindehauses an der St.-Michaeliskirche in Eutin öffneten, um dort Menschen an einem gedeckten Mittagstisch zu empfangen".

Die ersten Gäste seien 17 Frauen und Männer ganz unterschiedlicher sozialer Herkunft gewesen, so Propst Wiechmann. Inzwischen ist die Zahl stark gewachsen: An die 60 Personen nehmen jeden Freitag an einem der Tische im Gemeindehaus Platz, wo sie von insgesamt 30 ehrenamtlichen Helfer eine Mahlzeit erhalten.

"Das sind Menschen, die einmal in der Woche mit anderen zusammen sein, essen und erzählen möchten, die sich freuen, so liebevoll von den Kochfrauen umsorgt zu werden", sagt Matthias Wiechmann. Wer könne und wolle, entrichte einen Obolus. Finanziert wird der Mittagstisch aus Spenden.

Der Unterstützerkreis sei groß, manche gäben Gemüse und Kartoffeln von eigenen Äckern und aus Gärten, andere hülfen mit Geld. Das Kochen erfolge von Teams aus jeweils fünf bis sieben Helferinnen. Sie organisierten den Mittagstisch komplett in Eigenregie, vom Einkaufen bis zur Verarbeitung.

Die Kochteams werden auch in Zukunft in der Küche des Gemeindehauses agieren. "Der Kirchenvorstand hat entschieden, dass es Zeit sei, die Bedingungen für die Koch-Teams zu verbessern", so Wiechmann. Deshalb soll es eine neue Kücheneinrichtung geben. Rechtzeitig zum Jubiläum ist bereits ein neuer Herd geliefert worden, mit dem sich die wachsende Gästezahl besser bewältigen lässt.

Einen baugleichen Herd, finanziert aus Spenden und Kollekten, hat eine Reisegruppe des Evangelischen Jugendwerks in der vergangenen Woche in den lettischen Partnerkirchenkreis Kuldiga mitgenommen, berichtet Propst Wiechmann. Wie ihm die Delegation per E-Mail berichtet habe, sei der neue Herd wie geplant in der Suppenküche der Diakonie des Kirchenkreises Kuldiga in Betrieb genommen worden. Jugendliche aus Ostholstein und Kuldiga versorgen dort gegenwärtig im Rahmen ihrer Jugendbegegnung gemeinsam und unter Anleitung Menschen mit einer warmen Mittagsmahlzeit.

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