Schönwalde : Zehn Jahre Gospelchor „Sangena“

Die Freude am Singen war jedem einzelnen Mitglied des Schönwalder Gospelchors ‚Sangena‘ während des Jubiläumskonzertes ins Gesicht geschrieben.
Die Freude am Singen war jedem einzelnen Mitglied des Schönwalder Gospelchors ‚Sangena‘ während des Jubiläumskonzertes ins Gesicht geschrieben.

Jubiläumskonzert begeisterte das Publikum in der Schönwalder Kirche

shz.de von
09. September 2018, 21:47 Uhr

Bis zur Gründung des Gospelchors „Sangena“ in der Kirchengemeinde Schönwalde vor zehn Jahren war viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Daran erinnerte Dieter Achtenberg beim Jubiläumskonzert am vergangenen Sonnabend vor den dicht gefüllten Bänken der Schönwalder Kirche. Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates verriet, er habe damals gemeinsam mit Pastor Hergen Köhnke bei Kirchenmusikerin Lydia Bock „echte Überzeugungsarbeit leisten müssen“. Die begeisterten Besucher dankten es und ließen sich von der Freude am Singen anstecken.

Mit Witz und Augenzwinkern führte Chormitglied Marianne Breidbach durch das Konzert und verriet: „Frau Bock hatte zunächst keinen Bock.“ Das hat sich im Laufe der Jahre erkennbar geändert. Die ausgebildete Kirchenmusikerin nahm die Herausforderung als Chorleiterin an, formte die Stimmen und steigerte stetig das Repertoire, das zum Jubiläum für ein Konzert von knapp 90 Minuten Dauer reichte. Gerahmt von zwei Blöcken mit englischen Gospels, machte der Chor zur Mitte seines Auftritts seinem Namen alle Ehre. „Sangena“ heißt aus Suaheli frei übersetzt „wir singen“. Zu Beginn des Blocks afrikanischer Lieder erklangen die Trommeln und die Freude am Singen sprang auf das Publikum über. Bald klatschten und wippten die Zuhörer fröhlich zur Musik. Besonderen Hörgenuss boten die Auftritte der vier Solistinnen des Chors. Doreen Leesch, Martina Isenberg, Sandra Stoelk und Kestin Moritzen überzeugten mit ihren Stimmen und ernteten großen Applaus. Bei der singenden Verabschiedung der Besucher in die Nacht hatten alle ein Lächeln im Gesicht. Von vielen gab es einen persönlichen Dank für einen hervorragenden Abend. „Wie gut, dass ich heute hier war“, war da zu hören. Unter den Zuhörern waren eine ganze Menge, die erstmals ein „Sangena“-Konzert besuchten, wie Marianne Breidbach per Handzeichen in Erfahrung gebracht hatte. Sie werden sicher wiederkommen – geht es nach dem Chor gerne auch als Sänger. Besonders Männer fehlen. „Sie müssen keine Noten lesen können“, baute Braidbach gleich mögliche Hürden ab. „Schauen Sie einfach bei unseren Proben donnerstags von acht bis halb zehn vorbei.“ Auch das E-Piano gilt es, neu zu besetzen. Interessierte sind ebenfalls willkommen.

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