Zahlen im Plus, Zukunft im Blick

Vertreterversammlung der Volksbank Eutin

shz.de von
19. Juni 2014, 11:52 Uhr

Strahlende Gesichter gestern bei der Vertreterversammlung der Volksbank Eutin: Das Geldinstitut ist wirtschaftlich erfolgreich lautete der Grundtenor der Veranstaltung.

Das Gesamtkundenvolumen wächst, die Zahl der Mitglieder auch. „Wir stehen auf einem gesunden Fundament“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Wilhelm Hagen gestern vor etwa 200 Gästen, Mitarbeitern und Mitgliedern im „Theater am Schloss“.

Mit Blick auf die Volksbank Eutin zog Matthias Benkstein eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 und erläuterte den Jahresabschluss: „Die Bilanzsumme unserer Bank ist auch im Jahr 2013 wieder kräftig gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 haben wir eine Bilanzsumme von 395,2 Millionen Euro erreicht, das ist ein Plus von 20,4 Millionen Euro.“ Die Kundenkredite wuchsen um 10,7 Prozent auf 223,4 Millionen Euro. „Eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht“, ergänzte Hagen. Die Kundeneinlagen stiegen im gleichen Zeitraum um 3,3 Prozent auf 298,4 Millionen Euro.

Vom Wachstum der Bank sollen auch die 10 427 Mitglieder partizipieren – so wurde gestern beschlossen, dass die Genossen erneut eine Dividende von sechs Prozent erhalten.

Vorstand und Aufsichtsrat schlugen außerdem vor, aus dem Jahresgewinn jeweils eine Millionen Euro in die Rücklagen und in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einzustellen. Benkstein: „Wir sind auf die kommenden Geschäftsjahre gut vorbereitet und können das Wachstum in unserer Region nachhaltig begleiten.“

Nach einstimmiger Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wählten die Mitgliedervertreter drei Aufsichtsräte wieder: Robert Bäcker (Ahrensbök), Joachim Nitz (Timmendorfer Strand) und Tim Schneider (Timmendorfer Strand).

Getreu dem Unternehmensmotto geht es auch kraftvoll voran mit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes am Berliner Platz. Seit dem seit Jahresbeginn die Stützmauer zum Bahndamm hergestellt werden konnte, „kam der Hochbau flott in Gang“, so Benkstein. Bislang seien 1700 Kubikmeter Erde bewegt, 1120 Meter Bohrpfähle eingelassen, 80 000 Kilogramm Betonstahl eingebracht und 2050 Quadratmeter Fundament, Decken und Wände hergestellt worden. Von einem der Anwesenden wurde der Bau jedoch als „Geldverschwendung“ kritisiert. Ein Bau im Industriegebiet wäre sinnvoller gewesen. Dem entgegnete Benkstein, dass die attraktive Lage in der Freischützstraße ausschlaggebend gewesen sei.

Kritik gab es aber auch von Seiten des Vorstands – an der „Brüsseler Reglementierungswut“, die zu einer Gefahr insbesondere für kleinere Banken werden könnte. Und auch die Entscheidung der EZB, den Leitzins auf 0,15 Prozent zu senken, kritisierte Hagen.

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