Zahl der Unfälle ist deutlich gestiegen

Zugleich registrierte Ostholsteins Polizei weniger Verletzte, aber mehr Tote als 2012

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25. März 2014, 15:23 Uhr

Deutlich mehr Verkehrsunfälle und deutlich mehr Verletzte registrierte die Polizei 2013 in Ostholstein. So nahmen die Beamten 6109 Unfälle auf, deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. So krachte es im Vorjahr 5826 Mal, 2011 waren es mit 5798 nochmals weniger Unfälle. Die Zahl der Verletzten stieg im Jahr 2013 auf 1164 (2012: 1058; 2013: 1106). Kontinuierlich gesunken ist dagegen die Zahl der Schwerverletzten. Ihre Zahl lag 2011 noch bei 193 und sank in den beiden Folgejahren auf 159 und 155. Acht Unfallopfer wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen getötet, 2012 waren es sieben (2011: 10).

Erfreulich: Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss ist deutlich gesunken: von 130 (2011) über 123 (2012) auf 99 (2013). Neunmal stand der Unfallverursacher 2013 unter Drogen, womit wieder der Stand von 2011 (2012: 12) erreicht wurde.

Leicht gesunken ist die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren. 2013 war dies 267 Mal der Fall (2012: 254). 2011 waren es mit 246 Fällen allerdings deutlich weniger Unfälle. Die Zahl der Verletzten bei Radler-Unfällen stieg dagegen kontinuierlich von 229 über 254 auf 269 (davon Schwerverletzte: 38, 42, 38). Die Befürchtung, Radfahrer würden immer rücksichtsloser und verursachten dadurch auch mehr Unfälle, wird durch die Statistik nicht erhärtet. Zwar stieg die Zahl der unfallverusachenden Radler von 2012 gegenüber 2011 von 246 auf 271, sank 2013 jedoch leicht auf 267.

Gegenüber dem Vorjahr von 83 auf 87 leicht angestiegen ist die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren. Allerding lag diese Zahl 2011 mit 114 noch deutlich höher. Im Jahr 2013 wurden 97 Kinder verletzt, davon zehn schwer.

Deutlich zugenommen hat die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrern. Sie stieg 2013 gegenüber dem Vorjahr von 82 auf 99, 2011 waren es 91. Wie 2011 gab es 2013 keinen tödlichen Motorradunfall, 2011 gab es bei Motorradunfällen zwei Tote. Die Zahl der Schwerverletzten sank 2013 gegenüber dem Vorjahr von 32 auf 25 (2011: 24).

Nochmals deutlicher als bei den Motorrädern ist der Anstieg der Unfälle bei Lastwagen und Lieferwagen (sogenannte Sprinter). Hier stieg die Zahl der Unfälle 2013 gegenüber dem Vorjahr von 106 auf 168 (2011: 113). Auch die Zahl der Verunglückten stieg erheblich von 66 auf 103 (70), davon wurden im vergangenen Jahr drei getötet und zwölf schwer verletzt.

Deutlich mehr junge Fahrer (18 bis 24 Jahre) verursachten im vergangenen Jahr einen Unfall. Diese Zahl stieg auf 239 (2012: 212, 2013: 243). Senioren waren ebenfalls deutlich öfter Unfallverursacher. Die Zahl stieg von 223 auf 251 (2011: 225).

Hauptunfallursache 2013 waren Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren (333), es folgen Vorfahrts- oder Vorrangverstöße (314), zu hohes Tempo (300), Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot (184) und zu geringer Sicherheitsabstand (125).

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