Zahl der Straftaten auf Tiefststand

Abwärtstrend setzt sich fort: Kreis Plön weist erneut geringste Kriminalitätsbelastung in Schleswig-Holstein auf

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22. Mai 2018, 10:49 Uhr

Der Kreis Plön weist zum wiederholten Male die geringste Kriminalitätsbelastung in ganz Schleswig-Holstein auf. Die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Straftaten ist erneut gesunken und befindet sich auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre.

Die Gesamtzahl der Straftaten ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 191 Fälle gesunken und liegt bei 5480. Der Abwärtstrend der letzten Jahre hat sich damit fortgesetzt. An der Gesamtkriminalität in Schleswig-Holstein hat der Kreis Plön einen Anteil von 2,89 Prozent.

Bei der Kriminalitätsbelastung, ausgedrückt in der Häufigkeitszahl, weist der Kreis mit einer Häufigkeitszahl von 4258 die geringste Kriminalitätsbelastung aller Kreise im Land auf und liegt zugleich deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der bei 6557 liegt. Auch die Aufklärungsquote konnte gesteigert werden. „Ich muss mich wiederholen, tue das aber gerne: Der Kreis Plön gilt demnach weiter als der sicherste im ganzen Land“, sagt Behördenleiter Thomas Bauchrowitz.

Bemerkenswert sei der Rückgang um ein Drittel im Bereich der Einbruchskriminalität. Dieser Rückgang sei auch durch die intensiven polizeilichen Maßnahmen entstanden. Gleichwohl appelliert Bauchrowitz an die Bürger des Kreises, bei verdächtigen Beobachtungen schnell den Polizeiruf 110 zu wählen.

Entgegen dem Landestrend konnten im Kreis Plön die Fallzahlen im Bereich der Rohheitsdelikte um knapp 13 Prozent gesenkt werden. Die Körperverletzungen sind insgesamt um 101 Fälle zurückgegangen und befinden sich auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Die Raubtaten sanken ebenfalls deutlich und befinden sich nach dem Anstieg 2016 nun wieder auf dem Niveau der Vorjahre.

Anstiege gab es hingegen im Bereich der Rauschgiftkriminalität (plus 77 Fälle) und bei den Sachbeschädigungen (plus 102 Fälle).

Teil der Bilanz: die Einsatzzahlen. Die Regionalleitstelle hat 2017 etwa 17 300 Einsätze im Kreisgebiet koordiniert. Hinzu kamen 267 geschlossene Einsätze (Fußball, Demonstrationen und anderes) im gesamten Direktionsbereich, bei denen für die Polizisten aus Kiel und dem Kreis Plön – außerhalb des täglichen so genannten Reaktionsdienstes – etwa 72 000 Einsatzstunden anfielen.

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