WVE unterstützt Bürgerinitiative nicht

BI-Initiator Marcus Gutzeit tritt aus dem Vorstand der Kaufmannschaft aus

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02. März 2017, 00:35 Uhr

Die Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) stellt sich nicht hinter die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der historischen Innenstadt. Das haben die anwesenden WVE-Mitglieder am Dienstagabend auf der Jahresversammlung im Brauhaus mehrheitlich entschieden. Nur 13 der 35 stimmberechtigten und anwesenden Mitglieder wollten die BI in ihrem Bestreben unterstützen, die geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Peterstraße zu stoppen.

Marcus Gutzeit, einer der Initiatoren der Bürgerinitiative und bis dato WVE-Vorstandsmitglied, nahm daraufhin seinen Hut: „Ich habe das für mich so entschieden, dass ich bei einem solchen Ergebnis den Vorstand verlasse.“ Dies bedeute aber nicht, dass er sich nicht weiter als WVE-Mitglied engagiere. Der scheidende Vorsitzende Klaus Hoth (73) zeigte sich betroffen ob des spontanen Austrittes: „Ich werde versuchen, ihn zu überzeugen zurückzukommen. Wir brauchen junge Menschen wie ihn im Vorstand.“ Die Orientierung an der Mehrheit der Mitglieder dürfe niemals einen Bruch bedeuten. Andere Mitglieder äußerten Verständnis für Gutzeits Reaktion und befanden, „das ist nur konsequent, wenn er für etwas anderes steht“. Die BI werde weiter kämpfen, versicherten die zwei Gründer Thorben Junge und Gutzeit.

Die Diskussion vor der Abstimmung wurde laut neuem Vorsitzenden Hans-Wilhelm Hagen im nicht-öffentlichen Teil geführt, „damit sich jeder traut, seine Meinung offen zu sagen“. Viel Meinungsaustausch gab es nicht. Stefan Knorr wiederholte in der Pause seinen Standpunkt: „Es verbietet sich aus meiner Sicht als WVE, diesen Antrag zu unterstützen, wenn wir zeitgleich vom Vorstand hören, wie gut die Zusammenarbeit beim Baustellenmanagement läuft. Diese Türen wären dann zu.“ Ähnlich sah das Hagen, der die Bedeutung des Dialog mit Politik und Verwaltung betonte: „Wir akzeptieren die Entscheidung und wollen in den fachlichen Austausch mit Politik und Verwaltung gehen. So erhoffen wir uns mehr Verständnis für unsere Themen.“ Seite 3

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