Eutin : Wohnmobilstellplatz wird später fertig

Der Reliefplan ist derzeit das einzige, das auf dem Gelände des künftigen Stellplatzes für Wohnmobile steht.
Der Reliefplan ist derzeit das einzige, das auf dem Gelände des künftigen Stellplatzes für Wohnmobile steht.

Lieferzeit der Bauteile dauert bis zu einem Jahr. Suche nach einem Betreiber läuft. Stadtwerke würden bei langer Laufzeit (20 Jahre) bewirtschaften.

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03. Januar 2017, 16:00 Uhr

Ein Wohnmobilstellplatz vor den Toren Eutins mit Seeblick im Jahr nach der Gartenschau – das war die Hoffnung vieler. Doch jetzt wird im Rahmen der Betreibersuche bekannt, dass die Lieferzeit der notwendigen Teile unter anderem für die Sanitärgebäude sechs bis zwölf Monate beträgt. Eine wie ursprünglich geplante Eröffnung in der kommenden Saison ab April 2017 ist damit nicht realisierbar.

Die Verwaltung erarbeitet derzeit eine Vorlage für die Mitglieder des Hauptausschusses zum Thema Bewirtschaftung des Stellplatzes für rund 24 Wohnmobile. Dies soll im Hauptausschuss im Februar auf der Tagesordnung stehen. Die Stadt Eutin will ihr Angebot erweitern und einen Wohnmobilstellplatz einrichten, denn bisher können zentrumsnah die Wohnmobilisten nur in Bahnhofsnähe für eine Nacht stehen. Ein Wohnmobilstellplatz war auch langfristiges Nachnutzungs-Ziel der im Vorfeld der Landesgartenschau gefassten Beschlüsse der Kommunalpolitiker. Der Ausbau des einstigen Haupteingangs zum Landesgartenschaugelände erfolgte mit Vorbereitung auf den künftigen Stellplatz am Süduferpark.

Laut Verwaltung gibt es generell zwei Kategorien von Wohnmobilstellplätzen: Bei Kategorie A können auf allen öffentlichen Parkflächen grundsätzlich Sonderparkflächen für Reisemobilisten eingerichtet werden. Jedoch können diese dann nur eine Nacht dort stehen. Bei Kategorie B handelt es sich um einen „klassischen“ Reisemobilstellplatz, der als Campingplatz mit der Sondernutzungsform „Wohnmobilstellplatz“ genehmigt ist und worauf das vollständige Serviceangebot angeboten werden kann. Längeres Übernachten und Campieren sind möglich.

In Vorabgesprächen signalisierten die Stadtwerke, dass sie sowohl für die Investitionen sowie für die Bewirtschaftung bereit wären, für die Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit aber eine langfristige Zusage (20 Jahre) benötigen. Im Auftrag der Stadt wurden bisher die Spuren der LGS beseitigt – kein Kassenhäusschen, keine Blumen, kein Kiosk mehr – und der Boden für die 24 Stellplätze hergerichtet.

Für alle weiteren Investitionen wie die Errichtung eines Servicegebäudes mit Dusche/WC/Waschmaschine/Trockner/Spüle sowie sechs Stromsäulen, eine Ver- und Entsorgungsstation, einen Standort für Müllentsorgung, Beleuchtung und Beschilderung müsse laut Verwaltungsvorlage der potenziellen Betreiber aufkommen. Beim Kreis Ostholstein seien Fragen zum Thema Brandschutz und die notwendige Anzahl von Sanitäreinrichtungen gemäß Zelt- und Campingplatzverordnung zu klären. Die Kosten für diese Investitionen werden derzeit ermittelt, heißt es. Ebenso ermittelt werden die Kosten für den Pflegeaufwand der angrenzenden Grünflächen, die – geht es nach dem Wunsch der Stadt – ebenfalls vom Betreiber zu pflegen sind.

Die immer wiederkehrende Frage bei der Betreibersuche in bisherigen Ausschüssen – „Müssen wir das nicht europaweit ausschreiben?“ – beantwortet die Verwaltung auch: Es handle sich aus ihrer Sicht um ein „vergabefreies Inhouse-Geschäft“, das nicht ausgeschrieben werden müsse.

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