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Baupläne in Eutin : Wohnen und residieren im Voss-Haus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

30 Interessenten für acht Eigentumswohnungen soll es bereits geben. Im Erdgeschoss ist ein Hotel garni mit neun Zimmern geplant.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2016 | 04:00 Uhr

Mehr als zehn Jahre nach dem verheerenden Feuer soll an der Stelle des abgebrannten Voss-Hauses im Herzen der Stadt nun der Wiederaufbau geschehen. „Ich freue mich, dass es nun endlich losgeht“, sagt Barbara Rülander, Eigentümerin und Bauherrin des Voss-Hauses.

Geplant sind neben neun Eigentumswohnungen im Obergeschoss auch neun Hotelzimmer im Erdgeschoss. Alle Wohnungen sind über einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar, versichert Thorsten Drews, bei der Sparkasse zuständig für Immobilien in Eutin und Malente. Die Größe der Wohnungen variiert zwischen 42,56 und 157,33 Quadratmetern. „Preise stehen hierfür noch nicht final fest, da müssen wir uns noch beraten. Fest steht aber, dass wir schon jetzt eine lange Warteliste mit Interessenten haben“, so Drews. Allein aus dem Umfeld der Eigentümerin hätten sich zwölf ernstzunehmende Interessenten gemeldet, hinzu seien jene gekommen, die aufgrund eines Plakates an der Baulücke die Nummer des Architekten Stephan Barnstedts wählten und Informationen erfragten plus Sparkassenkunden. Das landschaftliche und kulturelle Angebot Eutins verbunden mit den Immobilienpreisen locke Kunden des Best-Ager-Alters geradezu an, so Drews. „Verglichen mit der Küste sind wir hier ein Schlaraffenland für Menschen, die in Immobilien investieren wollen“, so Drews. Die Nachfrage nach zentrumsnahen Objekten dieser Klasse könne derzeit mit den in Eutin existierenden Angeboten gar nicht gedeckt werden. „Wir werden mit der Vermarktung der acht Wohnungen im Januar beginnen. Spätestens in der dritten Januarwoche soll auch das Bauschild vor Ort aufgestellt werden, was Interessenten zusätzlich informiert“, sagt Niels Evers, ebenfalls Immobilienmakler bei der Sparkasse. Schon jetzt zeichne sich ab, dass die Interessierten Eigennutzung beabsichtigen.

Die neunte Wohnung, die einzige im Erdgeschoss, soll die Betreiber-Wohnung werden, in die Barbara Rülander einziehen wird, um den Hotel-garni-Betrieb (Übernachtung mit Frühstück) zu leiten. Die zum Verkauf stehenden Wohnungen haben größtenteils Seeblick, sind mit Dachterrasse oder Balkon geplant.

Die Hotelzimmer liegen ebenfalls im Erdgeschoss, haben Doppelzimmer-Größe und zwei Appartements sind als Familien-Suite nutzbar. Sie liegen mit Blick zur Straße und zur Stadtbucht. Wie teuer eine Übernachtung im neuen Hotel garni im Voss-Haus werden wird, auch dazu wurden gestern noch keine Angaben gemacht.

„Baubeginn ist, wenn die Hälfte der Eigentumswohnungen verkauft ist, also vier“, sagt Barbara Rülander. Die Baugenehmigung liege vor, die Hürden mit den Nachbarn seien genommen, bestätigt der Architekt. Hauptproblem mit der Nachbarschaft seien die Überwegungsrechte für Flucht- und Rettungswege gewesen. „Ich habe das jetzt so umgeplant, dass beide Fluchtwege nach vorn verlaufen und wird auf die Genehmigung der Nachbarn nicht mehr angewiesen waren“, so Barnstedt.

Optisch habe sich Barnstedt zur Straßenseite hin am historischen Umfeld und dem einstigen, vor zehn Jahren abgebrannten Voss-Haus orientiert „und das in moderne Formsprache umgesetzt“. Zur Seeseite sei die Front mit großen Fenstern wesentlich offener gestaltet als früher, alle seeseitigen Wohnungen hätten Dachterrasse oder Balkon, so Barnstedt. Er rechne ab Beginn mit einer Bauzeit zwischen 16 und 18 Monaten. Läuft alles wie geplant, soll im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen und sollen bestenfalls 2018 die ersten Gäste und Bewohner begrüßt werden.

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