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Wohlfahrtsverband begrüßt Pläne für ein Integrationshotel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 13.Apr.2017 | 12:55 Uhr

Zur Förderung einer „sachgerechten Debatte“ über ein Integrationshotel an der Eutiner Stadtbucht hat der Paritätische Wohlfahrtverband Schleswig-Holstein einige Fakten zusammengestellt. Günter Ernst-Basten und Jan Dreckmann reagieren in einer gemeinsamen Erklärung auf Thesen des Stadtvertreters Malte Tech (FWE), die er dem Hauptausschuss der Stadt vorgestellt habe.

Ein Anliegen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) sei es, mehr Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Bisher sei es auch in Ostholstein nicht einfach, Arbeitgeber zu finden, die bereit seien, Menschen mit geistigen oder psychischen Behinderungen einzustellen. Selbst die mögliche 70-prozentige Bezuschussung des Lohnes durch die öffentliche Hand habe daran wenig geändert. Viele Arbeitgeber zahlten liebe eine Ausgleichsabgabe.

„Die Ostholsteiner gGmbH“ wolle Menschen mit Behinderungen mit dem Integrationshotel eine Alternative zur Werkstatt bieten. Das geplante Hotel sei keine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, sondern ein Integrationsbetrieb nach dem Sozialgesetzbuch IX.
Integrationsbetriebe seien rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen des „allgemeinen Arbeitsmarktes“. Das Ziel der „Ostholsteiner gGmbH“ entspreche der Intention des BTHG, Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen. In Schleswig-Holstein gebe es zu wenig Integrationsprojekte. Derzeit stünden dem Integrationsamt fast 50 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe zur Verfügung. Das Hotelprojekt erfülle in allen Belangen den Sinn und Zweck des BTHG hervorragend und habe gute Aussichten, gefördert zu werden.

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