Wölk trifft mit 25-Meter-Freistoß

Dreikampf vor dem Oldenburger Strafraum: Der Eutiner Philip Nielsen hat die Fußspitze vor den Oldenburgern Tjorven Köhler (Nummer 25) und Dennis Kowski am Ball.
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Dreikampf vor dem Oldenburger Strafraum: Der Eutiner Philip Nielsen hat die Fußspitze vor den Oldenburgern Tjorven Köhler (Nummer 25) und Dennis Kowski am Ball.

Eutin 08 gewinnt das Saisoneröffnungsspiel der Schleswig-Holstein-Liga beim Aufsteiger Oldenburger SV mit 2:0 (0:0) Toren

shz.de von
31. Juli 2015, 11:56 Uhr

Dem Torschützen war sein Treffer zur Eutiner 1:0-Führung beinahe peinlich: „Ich muss mich
für den Freistoß fast entschuldigen, der Torwart tut mir fast leid“, sagte Kevin Wölk, dessen 25-Meter-Freistoß dem Oldenburger Schlussmann Alexander Ciesler durch die Finger geflutscht war. Letztlich setzte sich Eutin 08 im Saisoneröffnungsspiel der Schleswig-Holstein-Liga mit wenig Glanz, aber verdient, mit 2:0 (0:0) Toren durch.

Die Eutiner nahmen vom Anpfiff weg die Favoritenrolle an. Sie bestimmten das Geschehen, kamen aber nur zu wenigen klaren Möglichkeiten. Kevin Wölk blieb mit einem 20-Meter-Freistoß in der Oldenburger Mauer hängen. So vergab Philip „Blubber“ Nielsen zwei Kopfballchancen, die beste nach einer halben Stunde, als er nach einem Eckball von Kevin Wölk einen Kopfballaufsetzer über die Latte setzte. Auf der anderen Seite kam Daniel Junge nach einem Konter aus spitzem Winkel zum Schuss, verfehlte das Tor aber knapp (35.). Die Gastgeber legten ihr Augenmerk vor allem auf die Defensive.

Der Eutiner Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner stellte in der Halbzeitpause auf ein 4-1-4-1 um. So wurde das Spiel der Gäste flüssiger, die Chancen häuften sich. Nach Kevin Wölks Führungstor hatte der OSV durch Tjorven Köhler eine gute Möglichkeit, doch der Eutiner Torhüter Fabian Oeser parierte sicher (70.). Die Entscheidung fiel in der 77. Minute nach einer sehenswerten Kombination. Kevin Hübner setzte sich nach einem Steilpass auf dem linken Flügel durch und passte auf Fabio Parduhn, der den Ball zum 2:0 in die Maschen schob. Schiedsrichterin Susann Kunkel und ihre Assistenten Andre Röpke und Yannick Meyer hatten mit der Leitung des fairen Spiels keine Mühe.

Der Oldenburger Trainer Andreas Brunner war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, sprach aber nach dem Abpfiff von einem „verdienten Sieg für Eutin 08“, aber auch von einer „ärgerlichen Niederlage, die durch einen Torwartfehler zustande kam“. Sein Bruder Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner bezeichnete den Eutiner Sieg als verdient: „Über 90 Minuten gesehen geht unser Erfolg in Ordnung. Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan und sind nicht richtig ins Spiel gekommen. Das 1:0 durch Kevin Wölk war der Knackpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wie nichts mehr zugelassen.“

Mittelfeldmotor Philip Nielsen haderte mit seinen beiden Kopfballchancen: „Es ist ärgerlich, dass ich sie nicht nutzen konnte.“ Auch er sah in dem Wölk-Freistoß die spielentscheidende Aktion: „Das 1:0 hat uns Sicherheit gegeben.“

Dieter Hartmann/pp

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